Bildungsgewerkschaften zum Tag des Holocaust-Gedenkens GEW und VBE: „Erinnern verpflichtet – jetzt Haltung zeigen!“
(Berlin) - „Am 27. Januar gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Dieses Gedenken mahnt uns, die Erinnerung wachzuhalten – das ist nicht nur mit Blick auf die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart und Zukunft wichtig“, teilen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) am Holocaust-Gedenktag mit. „Antisemitismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit nehmen wieder zu, in Schulen ebenso wie im gesamtgesellschaftlichen analogen und digitalen Miteinander. Die Politik ist in der Pflicht, alles Erdenkliche zu tun, um diese Entwicklung zu bremsen und umzukehren.“
„Wir beobachten eine schleichende Normalisierung von Menschenfeindlichkeit und autoritären Denkmustern. Wenn rechtsextreme Parteien in Parlamenten an Einfluss gewinnen, wenn Geschichtsrevisionismus Raum greift und antisemitische Hetze Alltag wird, ist das ein Angriff auf die Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens. Erinnerungskultur ist deshalb keine historische Formalität, sondern Voraussetzung für eine wehrhafte Demokratie“, betont Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des VBE.
„Schulen tragen dabei eine besondere Verantwortung. Sie sind Orte des Lernens und des gesellschaftlichen Miteinanders – Orte, an denen Werte wie Respekt, Vielfalt und Menschenwürde täglich erfahrbar werden. Lehrkräfte leisten unter oft schwierigen Bedingungen die wichtige Aufgabe, jungen Menschen historisches Wissen, kritische Urteilskraft und Empathie zu vermitteln. Das braucht Zeit, Unterstützung und politische Rückendeckung“, sagt GEW-Vorsitzende Maike Finnern.
VBE und GEW stellen fest: „Demokratiebildung darf nicht an den Rand gedrängt werden. Schulen benötigen verlässliche Strukturen, Fortbildungen und Materialien, um wirksam gegen Diskriminierung, Hass und Desinformation vorgehen zu können. Das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus ist nicht verhandelbar – es ist eine dauerhafte Verpflichtung für alle, die in Bildung, Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen. Nie wieder ist jetzt!“
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE), Johannes Glander, Pressereferent(in), Behrenstr. 24, 10117 Berlin, Telefon: 030 7261966-0
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