Bildungsstreik und Berufsausbildung / Politik und Wirtschaft lassen Azubis und Lehrer im Stich
(Frankfurt am Main) - Tausende von Schülern und Studenten befinden sich seit Anfang der Woche im Bildungsstreik. Ihre Forderungen: Bildung für alle unabhängig von sozialer oder finanzieller Herkunft. Leider geht es in den öffentlichen Diskussionen überwiegend um die Situation an allgemeinen Schulen und Universitäten. Berufsschulen geraten da schnell ins Hintertreffen. Doch auch dort liegt einiges im Argen, sagt in diesem Zusammenhang Christian Beck, Bundesjugendsekretär der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Ähnlich wie andere Bildungseinrichtungen kämpfen die Berufsschulen in Deutschland mit gravierenden Problemen - marode Gebäude, Fachkräftemangel, unzureichende materielle Ausstattung. Die politisch Verantwortlichen betonen immer wieder, wie wichtig eine gute Ausbildung für die Zukunft ist. Dann müssten sie aber auch die entsprechenden Voraussetzungen schaffen. Es passt nicht zusammen, wenn einerseits dringend gut ausgebildete Fachkräfte gesucht werden, diese künftigen Fachkräfte aber in Höhlen hausen müssen. Politik und Wirtschaft lassen Azubis und Lehrer hierbei im Stich, so der Bundesjugendsekretär.
Beck schließt sich einer Erklärung der DGB-Jugend anlässlich des Bildungsstreiks an, in der unter anderem eine Erhöhung der Ausgaben für Bildung und Wissenschaft in Deutschland um jährlich mindestens 30 Milliarden Euro gefordert wird. Gute Bildung und gute Arbeit im Bildungswesen gehören zusammen. Denn nur, wer selbst gut ausgebildet ist, kann auch die Fachkräfte von morgen ausbilden.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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