Billige Kartoffeln - teure Pommes Frites / Erzeugerpreis ist um 75 Prozent gesunken
(München) Der Erzeugerpreis für vertragslose Kartoffeln, die zu Pommes frites verarbeitet werden sollen, liegt derzeit in Bayern rund 75 Prozent unter dem Preis des vergangenen Jahres. Allerdings sei der Verkaufspreis für Pommes Frites im Supermarkt nicht billiger geworden. Darauf weist die Landesvereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätskartoffeln in Bayern e.V. hin. Derzeit erhalten Bauern, die Kartoffeln ohne Vertrag angebaut haben, nur noch ca. 5 Euro pro Dezitonne. Ende 2006 und Anfang 2007 waren es zeitweise weit über 20 Euro pro Dezitonne, sagt Thomas Herb, Geschäftsführer der Landesvereinigung.
Die verarbeitende Industrie begründe dies mit Import-Kartoffeln aus Belgien, die zum billigsten Preis angeboten würden. Deshalb könnte, so die Industrie, auch für bayerische Kartoffeln nur geringfügig mehr bezahlt werden.
Ändere sich an der Bezahlung der Verarbeitungskartoffeln nichts, werden die Landwirte Anlieferungen überdenken und das Angebot knapp halten, teilt die Landesvereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätskartoffeln in Bayern e.V. mit.
Bei den Kartoffelprodukten, speziell Pommes Frites, wurde der Preis in der Vergangenheit bereits erhöht. Auslöser dieser Preiserhöhung war die geringe Kartoffelernte vergangenes Jahr, die auf Hitze und Trockenheit zurückzuführen war.
Der diesjährige Witterungsverlauf ermöglichte eine frühzeitigere Ernte der Frühkartoffeln. Die Erträge seien mit rund 400 Dezitonnen je Hektar sehr zufriedenstellend. Bei den Anschluss- und Spätsorten zeichneten sich nach Angaben der Landesvereinigung jedoch Ertragsausfälle ab. Die Landwirte erwarteten abermals eine durchschnittliche Ertragsmenge.
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