Bio: Wachsende Nachfrage, sinkendes Angebot
(München) - Zum bevorstehenden Start der BIOFACH, die vom 11. bis 14. Februar in Nürnberg ihre Tore öffnet, weist der Bayerische Bauernverband (BBV) auf die großen Herausforderungen hin, vor der sich der bayerische Ökolandbau gestellt sieht. Die weltgrößte Bio-Messe findet heuer in einer spannungsreichen Phase statt: Während der Absatz von Bio-Produkten nach einer Delle wieder anzieht, fehlen auf der Angebotsseite Umstellungsbetriebe, um das geforderte Mehr an Eiern, Milch, Fleisch und anderen Produkten zu erzeugen. Und noch gravierender: Wegen der von der EU verschärften Auslegung der Weidepflicht nach der EU-Ökoverordnung bereiten gerade etliche Betriebe mit Pflanzenfressern ihre Rückumstellung auf konventionelle Landwirtschaft vor. Die Folge sind noch weniger verfügbare heimische Bio-Erzeugnisse und sinkende, statt wie bisher laufend steigende Bioflächen und -betriebszahlen.
Weidepflicht: dringend Lösungen für betroffene Ökobetriebe gebraucht
„Weidehaltung ist eine wunderbar tiergerechte Haltungsform – die aber leider nicht überall in vollem Umfang realisierbar ist“, so Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes. „Die EU-Kommission darf nicht zulassen, dass der bayerische Ökolandbau erodiert und Wertschöpfung abwandert. Die EU-Kommission muss daher schnellstmöglich Lösungen eröffnen.“ Betriebe, denen aus Gründen wie einer Innerorts-Lage oder vielbefahrener angrenzender Straßen keine vollumfängliche Weide für alle Tiergruppen möglich ist, müssen auch weiterhin mit Laufhöfen oder Ausläufen den Tieren Zugang zu Freigelände, Luft und Tageslicht ermöglichen können.
BBV auf der BIOFACH: Vielfältiger Einsatz für Ökolandwirte und solche, die es werden wollen
Wie in den Vorjahren ist der BBV auch 2025 wieder mit einem Stand auf der BIOFACH vertreten. Ehrenamtliche aus dem BBV-Landesfachausschuss Ökologischer Landbau sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BBV-Teams Ökolandbau informieren über Angebote und Leistungen des Bauernverbandes für seine Öko-Mitglieder und über Neues aus dem Verband. So hat der BBV gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Qualitätssicherung GmbH (LQB) ein staatlich gefördertes Projekt ins Leben gerufen, um mehr gesiegelte regionale Zutaten – unter anderem mit dem Bayerischen Bio-Siegel – in Großküchen zu bringen. Mit dem Arbeitsschwerpunkt „BBVnextgeneration“ in diesem Winter richtet der Bauernverband zudem seinen Fokus auf junge Menschen bis 35 Jahre, die sich für Landwirtschaft und Vernetzung interessieren. Zahlreiche Veranstaltungsformate in den Regionen und online bieten Themen und Anregungen für alle Interessensrichtungen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer BauernVerband (BBV), Max-Joseph-Str. 9, 80333 München, Telefon: 089 558730
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