Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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BIOFACH 2026: Öko-Landbau braucht Planungssicherheit

(Berlin) - Anlässlich der Biofach 2026 in Nürnberg warnt der Deutsche Bauernverband (DBV) erneut vor den Folgen der EU-Kommissionsvorschläge zur kommenden Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Würden diese umgesetzt, so ergäben sich auch für die künftige Förderung des ökologischen Landbaus erhebliche Risiken. Der drohende Wegfall der 2. Säule und damit große Ungewissheit für die bewährten Länderprogramme, massive Budgetkürzungen sowie unklare Förderstrukturen zwischen EU, Bund und Ländern gefährden die Planungssicherheit der Betriebe.

DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet mahnt: „Der ökologische Landbau ist ein langfristiges Systemverfahren – er braucht mehrjährige Planungssicherheit, keine kurzzyklischen Ausschreibungen oder nationale Ungewissheit bei der Förderung.“ Ihre Forderung lautet daher: „Ohne stabile Budgets und faire Wettbewerbsbedingungen wird der Öko-Landbau nicht wachsen können. Wir brauchen ein eigenständiges, zweckgebundenes EU-Agrarbudget einschließlich eines verlässlichen Fundaments für die Öko-Prämie – die Unterstützung für Umstellung und Beibehaltung darf nicht allein von nationalen Haushalten abhängen.“

Der DBV setze sich für eine Agrarpolitik ein, so Sabet, die allen Betriebsformen attraktive Angebote macht. Das gelte für den Öko-Landbau ebenso wie für konventionelle Betriebe, die freiwillige Umweltleistungen erbringen wollen. Entscheidend ist laut DBV-Generalsekretärin, dass Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen zu einem wirtschaftlich tragfähigen Betriebszweig werden können – mit praxisgerechten Maßnahmen statt neuer Bürokratie.

Der DBV appelliert an die Bundesregierung, in Brüssel für ein inflationsbereinigtes GAP-Budget, ein zweckgebundenes Budget für die ländliche Entwicklung sowie den Abbau von Bürokratie und Konditionalitäten einzutreten. Eine obligatorische Degression und Kappung lehnt der DBV entschieden ab, da sie mit pauschalen Eingriffen Beschäftigung, Kooperationen und Investitionen gefährden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin, Telefon: 030 31904-0

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