Pressemitteilung | Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V. Bundesverband

Bioland begrüßt Einigung auf Sonder-Agrarministerkonferenz / Chance für mehr Ökologie nutzen

(Mainz) - Bioland begrüßt die Einigung der Agrarminister, die gestern auf einer außerordentlichen Konferenz die Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland beschlossen haben. "Der Einstieg für eine ökologische und gerechtere Verteilung der Agrargelder ist geschafft", sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland.

Aus Sicht des Biolandbaus sind drei Verhandlungsergebnisse besonders hervorzuheben. Die Minister haben Aufschläge für die ersten Hektare beschlossen. Betriebe erhalten bei den Direktzahlungen jährlich zusätzlich 50 Euro für die ersten 30 Hektare und weitere 30 Euro für die Hektare 31 bis 46. Ebenso positiv bewertet Bioland die Einigung, in den nächsten sieben Jahren 4,5 Prozent der Direktzahlungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung von der 1. in die 2. Säule umzuschichten. Dabei handelt es sich um eine zweckgebundene Umschichtung. Die Gelder kommen ausschließlich den Landwirten zugute. Sie sind der Ökologisierung sowie dem Ausbau der Biolandwirtschaft und des Tierschutz vorbehalten und dürfen nicht für andere Projekte der ländlichen Entwicklung verwendet werden.

Die Bundesländer haben die künftige Bundesregierung aufgefordert, die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz um 200 Millionen Euro aus dem Bundesetat aufzustocken. Damit erhielten die Länder zusätzliche Möglichkeiten für die Entwicklung des ländlichen Raums. Bioland unterstützt dieses Anliegen und fordert die Agrarminister gleichzeitig auf, in Ihren Länderprogrammen einen Schwerpunkt für den Ausbau des Biolandbaus sowie qualifizierte Agrarumweltprogramme zu schaffen.

Auch beim Tierschutz haben die Länder große Spielräume. So können sie ihre Agrarinvestitionsprogramme derart gestalten, dass künftig nur noch artgerechte Stallsysteme gefördert werden. "Die Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder haben es nun in der Hand, die Gelder entsprechend einzusetzen. Die Länderprogramme stellen ein wirksames Instrument für eine ökologischere und tiergerechtere Förderpolitik dar", so Plagge.

Quelle und Kontaktadresse:
Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V. Bundesverband Gerald Wehde, Referent, Pressestelle/Agrarpolitik Kaiserstr. 18, 55116 Mainz Telefon: (06131) 239790, Fax: (06131) 2397927

(cl)

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