Bioland begrüßt Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Einschleppung der Vogelpest auf dem Landweg / Differenziertes Vorgehen der Länder im Falle eines Aufstallungsgebotes gefordert
(Mainz) - Angesichts der aktuellen Fälle von Vogelpest in der Türkei und des heutigen (11. Januar 2006) Bund-Ländertreffens zu weiteren Vorsorgemaßnahmen gegen die Vogelseuche begrüßt Bioland die von der Bundesregierung veranlassten verstärkten Grenzkontrollen, um die Einfuhr von Risiko-Geflügelprodukten zu unterbinden. Da nach Experteneinschätzungen die Einschleppung der Seuche nach Deutschland auf dem Landweg als Hauptrisiko anzusehen ist, sind hier alle notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu treffen und mit den entsprechenden Kapazitäten auszustatten.
Bei der bereits begonnenen Diskussion um eine Wiederaufstallung von Geflügel zum Vogelzug im kommenden Frühjahr muss diesmal bei der Risikoabwägung der Tierschutz verstärkt berücksichtigt werden. Falls eine Ende Februar zutreffende Risikoabschätzung zum Vogelzug eine Aufstallung notwendig machen sollte, sollte diese nur in sachgerecht abgegrenzten Hauptvogelzuggebieten stattfinden. Bioland fordert daher die Bundesländer auf, ihre Hausaufgaben zu machen und eine sachgerechte Abgrenzung der wesentlichen Vogelzuggebiete vorzunehmen.
Es ist aus Sicht des Tierschutzes nicht nachzuvollziehen, wenn Geflügel außerhalb der Hauptzuggebiete wieder über Monate eingesperrt werden soll, so Thomas Dosch, Vorsitzender von Bioland Deutschland.
Entsprechende regionale Ansätze wurden im vergangenen Herbst bereits von einigen Bundesländer erarbeitet und die Aufstallung auf diese Gebiete begrenzt. Ein bundesweites Aufstallungsgebot, wie es vom Bund im letzten Herbst verhängt wurde, ist unter Abwägungsgesichtspunkten zwischen dem Restrisiko durch Vogelzug und Tierschutz kein sachgerechtes Mittel.
Das zum letzten Vogelzug im vergangenen Herbst durchgeführte Monitoring zu Wildvögeln und Kotproben hat für Deutschland keinen Positivbefund des Vogelgrippeerregers ergeben.
Quelle und Kontaktadresse:
Bioland - Bundesverband für organisch-biologischen Landbau e.V.
Nina Weiler, Öffentlichkeitsarbeit
Kaiserstr. 18, 55116 Mainz
Telefon: (06131) 239790, Telefax: (06131) 2397927
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

