Pressemitteilung | Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V. Bundesverband

Bioland fordert konkrete Ökoprogramme

Bioland fordert die Bundesländer auf, dem Beispiel Bayerns zu folgen und konkrete Programme zur Stärkung der regionalen Bio-Produktion aufzusetzen. "Gerade die Länder haben vielfältige Möglichkeiten, neben Flächenförderung auch Bildung, Beratung, Vermarktung und Forschung zu einem Gesamtkonzept für den Biolandbau zusammenführen", sagt Bioland-Präsident Jan Plagge.

Bayern hat hierzu mit seiner Initiative BioRegio 2020 den Anfang gemacht. Dahinter steht das Ziel, den heimischen Markt mit regional erzeugten Biolebensmitteln besser zu versorgen. In den übrigen 15 Bundesländern werden die Potenziale des Biolandbaus weitaus weniger genutzt. Der Zuwachs an Bioflächen kann in den meisten Regionen Deutschlands seit Jahren nicht mehr mit der steigenden Nachfrage nach Biolebensmitteln mithalten. Die Folge: Statt heimischer Biowaren landen immer mehr Importwaren in den Regalen des Einzelhandels. "Wir benötigen einen abgestimmte Aktion von Bund und Ländern, um die Rahmenbedingungen für den Biolandbau zu verbessern", fordert Plagge.

Der Bund unterstützt die Länder zum Beispiel bei der Finanzierung der Ökoprämien. Umsteller könnten ab 2014 mit diesem Geld in den ersten beiden Jahren 348 Euro pro Hektar für Acker und Grünland erhalten, für die Beibehaltung entsprechend 216 Euro pro Hektar. Auch bei der Vermarktung gibt es Möglichkeiten zum Ausbau. "Die Kombination von Bio und Regional bietet genau das, was der Verbraucher will. Kunden wollen nicht nur Rohstoffe und Verarbeitung aus der Region, sondern auch Tierschutz, keine Gentechnik und umweltverträglich erzeugte Lebensmittel. Diese Kriterien erfüllt der Biolandbau seit jeher", so Plagge.
Jedes Bundesland hat jetzt die Chance, eine Politik zu machen, die den Wünschen der Verbraucher folgt. Mit der Umsetzung landesspezifischer Aktionsprogramme kann der Biolandbau wichtige Impulse für eine Ökologisierung der Landwirtschaft sowie eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung geben.

Quelle und Kontaktadresse:
Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V., Bundesverband Gerald Wehde, Referent, Pressestelle/Agrarpolitik Kaiserstr. 18, 55116 Mainz Telefon: (06131) 239790, Telefax: (06131) 2397927

(aj)

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