Biotechnologie-Branche begrüßt Empfehlungen der EFI-Kommission zum Technologietransfer
(Berlin) - Die EFI-Kommission macht in ihrem gestern vorgestelltem Gutachten 2026 wichtige Empfehlungen, um den Technologietransfer an Hochschulen zu verbessern, und nimmt verschiedene Forderungen der Arbeitsgruppe Technologietransfer des Biotechnologie-Industrie-Verbands BIO Deutschland e. V. auf.
Die Rolle des Wissenstransfers als dritte Kernaufgabe („Third Mission“) neben Forschung und Lehre sollte weiter gestärkt werden. Transferaktivitäten müssen als dauerhafte Aufgaben der Hochschulen verstanden und entsprechend aus regulären Budgets finanziert werden, so die Kommission. Eine ganzheitliche, akteursoffene Gesamtstrategie für den Transfer ist wichtig, in der unterschiedliche Transferpfade berücksichtigt werden. Die Verhandlungen um Schutzrechte bei Ausgründungen sollten zudem beschleunigt werden.
Thomas Hanke, Co-Leiter der AG Technologietransfer des BIO Deutschland kommentiert: „Das EFI-Gutachten 2026 befasst sich mit dem sehr wichtigen Thema Technologietransfer. Gerade in der Biotechnologie, einer der Schlüsseltechnologien der Hightech-Agenda, sind Ausgründungen aus der akademischen Forschung als Innovationsmotor unersetzbar. Deshalb muss der Technologietransfer als dritte Säule der Hochschulen sowohl in der Breite als auch in der Tiefe gestärkt und verstetigt werden. Es gibt schon einige sehr positive Beispiele, wie das gelingen kann. Wichtig ist, die Technologietransferabteilungen an Hochschulen langfristig finanziell gut genug auszustatten, um so auch Expertinnen und Experten mit Industrie-Erfahrung gewinnen zu können.“
Birgit Kerber, ebenfalls Leiterin der AG Technologietransfer, ergänzt: „In der Biotechnologie gibt es zahlreiche Beispiele für den gelungenen Transfer von Forschungsergebnissen aus Hochschulen in die Anwendung, am besten bekannt ist allgemein das Unternehmen BioNTech. Eine ganzheitliche Strategie ist daher sinnvoll, um den Technologietransfer in Deutschland zu verbessern. Dabei ist es besonders wichtig, auf bestehende gut funktionierende Strukturen aufzubauen und diese zu stärken. Beim Technologietransfer hakt es zudem oft beim Transfer von IP, der sich als langwierig gestalten kann. Deshalb plädieren auch wir für standardisierte Prozesse bzw. Modell-Verträge. Allerdings kann es keine one-size-fits-all Lösung für alle Sektoren geben. Aber es lassen sich Leitplanken für Technologien erarbeiten, die IP-Verhandlungen vereinfachen können.“
Viola Bronsema, Geschäftsführerin von BIO Deutschland, kommentiert: „Die EFI-Kommission beschäftigt sich erfreulicherweise eingehend mit der Hightech-Agenda und den sechs Schlüsseltechnologien, zu denen die Biotechnologie gehört. Wie die Analyse zeigt, liegt Deutschland bei der Zahl der Patentanmeldungen in der Biotechnologie im internationalen Vergleich relativ abgeschlagen mit kaum Veränderung in den letzten zehn Jahren; ein deutliches Zeichen, dass der Transfer verbessert werden muss. Wir begrüßen die Empfehlungen der Kommission, um die Hightech Agenda erfolgreich in die Praxis umzusetzen.“
In der AG Technologietransfer des BIO Deutschland arbeiten Expertinnen und Experten aus Technologie-Transferorganisationen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, um den Transfer von Erfindungen in die Anwendung zu verbessern.
Quelle und Kontaktadresse:
BIO Deutschland e.V., Claudia Englbrecht, Pressesprecher(in), Schützenstr. 6a, 10117 Berlin, Telefon: 030 2332164-30
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