Bitkom zu Investitionsverpflichtungen für Streamer
(Berlin) - Am heutigen Mittwoch verabschiedet das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Reform der Filmförderung. Dazu erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:
„Statt verlässliche Anreize für hochwertige Produktionen zu setzen, würde das Gesetz in seiner aktuellen Fassung starre Vorgaben, zusätzliche Bürokratie und einseitige Belastungen für Video- und Streamingdienste schaffen. Subquoten für neue Produktionen greifen tief in redaktionelle und unternehmerische Entscheidungen ein und führen dazu, dass Inhalte nicht mehr nur nach Qualität und Publikumsinteresse, sondern auch nach regulatorischen Vorgaben entstehen. Auch der geplante Rechterückfall ist problematisch, weil er die Refinanzierbarkeit von Investitionen schwächt, gerade in einem Markt, der durch hohe Kosten und intensiven internationalen Wettbewerb geprägt ist.
Die Video- und Streamingdienste leisten einen wichtigen Beitrag zur Medien- und Kulturvielfalt in Deutschland und investieren erheblich in deutsche und europäische Inhalte. Das Ziel, den Film- und Serienstandort Deutschland zu stärken, teilen wir. Der vorliegende Gesetzentwurf wird diesem Ziel aber nicht gerecht. Deutschland braucht mehr starke Geschichten, mehr kreative Exzellenz und bessere Standortbedingungen, nicht mehr Zwang und Kleinteiligkeit. Eine an internationalen Maßstäben orientierte Filmförderung sollte auf ein steuerliches Anreizmodell, Flexibilität und Dialog mit allen Marktakteuren setzen. So können hochwertige Produktionen in Deutschland entstehen, die beim Publikum erfolgreich sind und den Standort nachhaltig stärken.“
Quelle und Kontaktadresse:
Bitkom e.V., Nina Paulsen, Pressesprecher(in), Albrechtstr. 10, 10117 Berlin, Telefon: 030 27576-0
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