BJU kritisiert geplante Neu-Interpretation der Stabilitätspaktskriterien: Ungezügelte Verschuldungspolitik beschädigt den Wirtschaftsstandort Deutschland
(Berlin) - Auf deutliche Kritik seitens des Bundesverbandes Junger Unternehmer (BJU) stößt das aktuelle Vorhaben, die bisherige Drei-Prozent-Marke für Neuverschuldung im EU- Stabilitätspakt für politische Interpretationen zu öffnen.
Die Bundesregierung möchte hier auf Kosten der nachwachsenden Generationen ihr hauhaltspolitisches Versagen verschleiern. Wer trotz des traurigen Wirtschaftswachstums von 1,7 Prozent die zweithöchste Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik eingeht, sollte sich nicht fragen was am Stabilitätspakt falsch ist, sondern was er selbst falsch macht, so die BJU-Bundesvorsitzende Karoline Beck.
Nach Ansicht des Bundesverbandes Junger Unternehmer würde eine zu hohe Neuverschuldung die Zinsen im Euroraum in die Höhe treiben und berge zudem Inflationsrisiken. Eine weniger restriktive Anwendung der 3- Prozent-Marke würde das Vertrauen der Europäer und auch der Finanzmärkte in die Stabilität des Euros gefährden.
Eine Relativierung der Verschuldensgrenze von drei Prozent zerstöre darüber hinaus laut BJU strukturell und auf Dauer jedes Element der Nachhaltigkeit in der deutschen und europäischen Finanzpolitik. Die Verschuldung von heute ist die Steuer- und Abgabenlast von morgen. Die Bundesregierung nimmt somit auch vielen mittelständischen Unternehmern, die in Deutschland bleiben wollen, eine auf Dauer angelegte Bleibeperspektive. Ganz zu schweigen, was das für unsere Kinder bedeutet. Das ist Politik gewordene Verantwortungslosigkeit, so Karoline Beck weiter.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Junger Unternehmer der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (BJU)
Nina Massek, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reichsstr. 17, 14052 Berlin
Telefon: 030/300650, Telefax: 030/30065-490
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