Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Born: Bürokratie verhindert Zukunftsentwicklungen in der Tierhaltung / DBV unterstützt Schäfer im Kampf gegen Bürokratie

(Berlin) - „Bürokratie und übertriebene Kontrolle fesselt die freiheitsliebenden Schäfer genauso wie Schweine- und Rinderhalter. „Ich appelliere an die Politik in der EU, in Berlin und in den Landeshauptstädten: Nehmen Sie unsere Sorgen ernst, ziehen Sie die Bremsklötze weg und lassen Sie uns am Markt erfolgreich sein“, forderte Dr. Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), auf einer Demonstration von Schäferinnen und Schäfern am 21. März 2007 in Berlin vor dem Brandenburger Tor. Rund 800 Schäfer/innen und Schafhalter aus ganz Deutschland waren in ihren traditionellen Kleidungen und mit Schafen nach Berlin gekommen, um gegen überzogenen Bürokratismus zu protestieren, die die Schafhaltung in Deutschland in ihrer Existenz trifft. Die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) hatte zu dieser Protestveranstaltung aufgerufen, um den verantwortlichen Politikern die Leistungen der Schafhalter für Kulturlandschaft und Gesellschaft, aber auch die negativen Folgen unnötiger Bürokratiebelastung zu verdeutlichen. Kritikpunkte sind vor allem der aktuelle Entwurf zur Viehverkehrsverordnung, die Ausgestaltung der Tierschutztransportverordnung, die Cross-Compliance-Kontrollen im Rahmen der Agrarreform sowie die unausgereiften Landschaftspflegeprogramme.

Schäfer und Schäferinnen seien Aushängeschild und Sympathieträger der deutschen Landwirtschaft, betonte Born. In ihrer täglichen Arbeit würden sie sich für ein Maximum an Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz einsetzen und gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der einmaligen deutschen Kulturlandschaft leisten. Überzogene und an der Praxis vorbei formulierte Auflagen und Verbote bei der Tierhaltung würden jedoch immer stärker die Schafhaltung behindern. „Die Schäfer wollen Tiere züchten, füttern und pflegen, stattdessen raubt ihnen das Bestandsregister, die Dokumentation des Tierarzneimitteleinsatzes und die höhere Mathematik des Ohrmarken-Managements den Nerv“, kritisierte Born. Ein Sachkundenachweis für die gut ausgebildeten Schäfer neu einzufordern, sei der Gipfel der EU-Bürokratie. Ebenso würden bei der Landschaftspflege immer wieder Steine in den Weg gelegt, indem Flächennachweise und Naturschutzauflagen die eigentlichen Aufgaben behinderten. Dies sei nicht akzeptabel, da kein Zugewinn an einer anderen Stelle zu erkennen sei. „Lassen Sie die Schäfer wie die Bauern endlich das tun, was sie gelernt haben und nicht immer neue Formulare ausfüllen“, appellierte Born an die Politiker. Dann könne dauerhaft gewährleistet werden, dass die Märkte mit hervorragenden, qualitativen Produkten beliefert würden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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