Pressemitteilung | Bund der Selbständigen (BdS) - Gewerbeverband Bayern e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Branchenübergreifende Umfrage zur aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt: Mindestlohn baut Arbeitsplätze ab und verhindert Neueinstellungen - er schadet Geringqualifizierten und Familien

(München) - Acht Prozent der mittelständischen Unternehmen in Bayern planen im Falle eines staatlichen Mindestlohns von 7,50 Euro pro Stunde Mitarbeiter zu kündigen, sogar neun Prozent werden teilweise auf Neueinstellungen verzichten. „Unser Umfrageergebnis zeigt, dass der staatliche Eingriff in den Arbeitsmarkt mehr schadet, denn Nutzen stiftet“, kommentiert Verbandspräsident Professor Fritz Wickenhäuser die Antworten von 215 Unternehmen in der letzten Woche.

Bayerns Mittelstand muss flexibel auf die Wünsche seiner Kunden reagieren, um im Wettbewerb bestehen zu können. Dazu nötig sind flexible Arbeitszeitmodelle. Teilzeitverträge (Umfrageergebnis: 16 Prozent aller Arbeitsverhältnisse), 400-Euro-Jobs (sechs Prozent) und Leiharbeiter (fünf Prozent), die den Niedriglohnsektor mit prägen, werden daher vom Mittelstand angeboten. Wickenhäuser: „Auf der einen Seite werden vom Mittelstand familienfreundliche Arbeitsplätze gefordert, auf der anderen Seite werden mit der geplanten Einführung eines Mindestlohns neue Stolpersteine in den Weg gerollt.“

Fast drei Viertel aller Mittelständler finden ihre Mitarbeiter über persönliche Kontakte, nur rund ein Drittel nimmt das zentrale Angebot der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch. „Dieses Umfrageergebnis ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Mittelstand seine Arbeitsplätze wohnortnah und damit familienfreundlich besetzt. Daher fordern wir: Finger weg vom Mindestlohn, denn er schadet Geringqualifizierten und Familien“, so Wickenhäuser abschießend.

An der Umfrage haben sich in der letzten Woche 215 mittelständische Unternehmen aus ganz Bayern beteiligt. 40 Prozent gehören dem Handwerk an, 38 Prozent dem Dienstleistungssektor und 25 Prozent dem Handel (Rest: Sonstiges). Die Unternehmen beschäftigen durchschnittlich 35 Mitarbeiter, mit einer Ausbildungsquote von fünf Prozent.

Quelle und Kontaktadresse:
BDS-DGV Bund der Selbständigen - Deutscher Gewerbeverband, Landesverband Bayern e.V. Pressestelle Schwanthalerstr. 110, 80339 München Telefon: (089) 540560, Telefax: (089) 5026493

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