Pressemitteilung | Bund der Selbständigen (BdS) - Gewerbeverband Bayern e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Branchenübergreifende Umfrage zur aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt: Mittelstand ist seinen Arbeitnehmern treu / Jedes dritte Unternehmen hat Probleme bei der Mitarbeitersuche / Versäumnisse in der Bildungs- und Familienpolitik rächen sich

(München) - „Bayerns Mittelstand wird seinem Ruf als Jobmotor erneut gerecht. Fast ein Drittel will in den nächsten zwölf Monaten zusätzliches Personal einstellen und dies obwohl die Unternehmen selbst in der nun überwundenen Flaute an ihren Mitarbeitern festgehalten haben“, stellt Verbandspräsident Prof. Fritz Wickenhäuser fest. So zeigt die Umfrage, dass im letzten Jahr rund 85 Prozent ihren Personalbestand gehalten oder bereits aufgestockt haben. Besonders erfreulich ist, dass der Aufschwung nun auch bei kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern an Fahrt gewinnt.

Der Segen für die Arbeitnehmer droht für viele mittelständische Arbeitgeber schnel-ler als erwartet zum Fluch zu werden. Fast 36 Prozent gaben an, bereits Probleme bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern zu haben – quer über alle Branchen hinweg. Wickenhäuser: „Die Fehler der Bildungs- und Familienpolitik rächen sich nun, wobei es den Mittelstand härter trifft als die Großkonzerne.“

71 Prozent der Unternehmen begründeten ihre Einstellungsprobleme mit der feh-lenden beruflichen Qualifikation der Bewerber. Fast 40 Prozent wünschen sich mehr Berufserfahrung, 33 Prozent mehr Flexibilität. Erst auf Platz vier der TOP-Einstellungshindernisse folgen mit 29 Prozent unrealistische Gehaltsvorstellungen. „Erfahrung ist ein Vorteil, das Alter kein Nachteil“, erläutert Wickenhäuser die weiteren Umfrageergebnisse, denn weniger als vier Prozent sehen im Alter der Bewerber ein Hindernis.

Wickenhäuser abschießend: „Größter und unverzichtbarer Wettbewerbsvorteil des Mittelstandes ist es, schnell und individuell auf die Wünsche seiner Kunden einzugehen. Diese Flexibilität lebt die Unternehmerfamilie vor, diese Flexibilität muss sie auch von ihren Mitarbeitern einfordern. Daher brauchen wir neben einem berufsvorbereitenden Bildungssystem bezahlbare Angebote zur Kinderbetreuung. Nicht nur für die Kinder der Arbeitnehmer, sondern auch für die der Arbeitgeber.“

An der Umfrage haben sich in dieser Woche 215 mittelständische Unternehmen aus ganz Bayern beteiligt. 40 Prozent gehören dem Handwerk an, 38 Prozent dem Dienstleistungssektor und 25 Prozent dem Handel (Rest: Sonstiges). Die Unternehmen beschäftigen durchschnittlich 35 Mitarbeiter, mit einer Ausbildungsquote von fünf Prozent.

Quelle und Kontaktadresse:
BDS-DGV Bund der Selbständigen - Deutscher Gewerbeverband, Landesverband Bayern e.V. Pressestelle Schwanthalerstr. 110, 80339 München Telefon: (089) 540560, Telefax: (089) 5026493

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