Pressemitteilung | Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
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Branchenverbände BVMed und Spectaris fordern Masterplan und Koordinator für die Gesundheitswirtschaft

(Berlin) - Die MedTech-Verbände BVMed und SPECTARIS fordern einen zwischen allen Politikbereichen – Wirtschaft, Forschung, Finanzen und Gesundheit – abgestimmten Masterplan mit einem vom Kanzleramt benannten Koordinator für die Gesundheitswirtschaft. „Ein Koordinator für die Gesundheitswirtschaft, der von der Bundesregierung benannt wird, soll die Abstimmung der Förderprogramme aller zuständigen Ministerien übernehmen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheitswirtschaft überprüfen“, so SPECTARIS-Hauptgeschäftsführer Sven Behrens und BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt in einem jetzt erschienenen Gastbeitrag für das MedizinprodukteJournal (MPJ).

Die Förderung innovativer Medizintechnologien müsse ein wichtiger Bestandteil des Masterplans sein. Eine gute Grundlage hierfür könne der „Aktionsplan Medizintechnik“ des Bundesforschungsministeriums sein. Hintergrund des Vorstoßes der beiden Verbände ist, dass die Gesundheitswirtschaft – und mit ihr die Medizintechnikbranche – immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Hier sollen durch dynamisches Wachstum in Zukunft über eine Million neue Stellen entstehen. Die Rahmenbedingungen durch Forschungs- und Wirtschaftsförderung sind gut. Probleme gibt es allerdings bei der Erstattung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen.

„Da die Gesundheitswirtschaft kein freier Markt ist, sondern in höchstem Maße staatlich geregelt, kann sie sich auch nicht selbst regulieren. Die Abstimmung der Einzelschritte muss daher zu einem guten Teil auch staatlich erfolgen. Dies hat der Staat bisher jedoch vernachlässigt“, heißt es in dem Gastbeitrag. Und weiter: „Einer muss den Überblick behalten: ein Koordinator für die Gesundheitswirtschaft. Einen mit entsprechenden Kompetenzen ausgestatteten Person, die von der Bundesregierung mit dieser wichtigen Aufgabe betraut würde, obläge die Abstimmung einzelner Förderprogramme auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene sowie die Beobachtung und Bewertung der Gesetzgebung aller zuständigen Ministerien – auf Bundes-, aber auch auf Landesebene – hinsichtlich der Auswirkungen auf die Gesundheitswirtschaft.

Die Unternehmen der Medizintechnologie leisten einen wichtigen Beitrag für die positive Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Die Medtech-Branche beschäftigt in rund 1.200 Betrieben (mit mehr als 20 Beschäftigten pro Betrieb) 90.000 Menschen. Hinzu kommen annähernd 10.000 Kleinunternehmen mit rund 75.000 Beschäftigten. Die Kernbranche beschäftigt damit insgesamt in Deutschland rund 165.000 Menschen in 11.000 Unternehmen.

Die Medizintechnologie ist zudem eine dynamische und hoch innovative Branche. Bei Patenten und Welthandelsanteil liegt Deutschland auf Platz 2 hinter den USA. Rund ein Drittel ihres Umsatzes erzielen die deutschen Medizintechnikhersteller mit Produkten, die weniger als drei Jahre alt sind. Durchschnittlich investieren die forschenden MedTech-Unternehmen rund neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der Innovations- und Forschungsstandort Deutschland spielt damit für die MedTech-Unternehmen eine besonders wichtige Rolle, so BVMed und SPECTARIS.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed) Manfred Beeres, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99

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