BSW-Verbraucherservice auf Kundenfang? / Sachsens Verbraucherschützer nehmen Zusage des BSW-Verbraucherservice e.V. kritisch unter die Lupe
(Leipzig) - Mit einer Pressemeldung von Anfang Januar 2006 beanstandete die Verbraucherzentrale Sachsen, dass zahlreiche Verbraucher nach drei Testmonaten ungewollt in eine Jahresmitgliedschaft beim BSW-Verbraucherservice e.V. mit Sitz in Bayreuth gelangt sind. Viele hatten nämlich, als sie an einer Umfrage zum Kaufverhalten teilnahmen, eine Unterschrift geleistet und dabei übersehen, dass sich die Mitgliedschaft nach drei Testmonaten in eine kostenpflichtige Jahresmitgliedschaft umwandelt.
Bereits Anfang Februar 2006 konnten wir vermelden, dass der Vorstand des BSW-Verbraucherservice e.V. uns gegenüber erklärt hatte, dass man ungewollte Mitgliedschaften, die auf Grund einer Mailingaktion im Frühjahr 2005 und im Oktober 2005 zustande gekommen waren, sofort beenden wird und die Beschwerden äußerst kulant behandeln würde, so Bettina Dittrich, Juristin der Verbraucherzentrale Sachsen. Wir waren damals zufrieden, dass der BSW uns mitteilte, dass bei der im Februar 2006 anstehenden Mailingaktion explizit auf das Eingehen einer Mitgliedschaft hingewiesen werden wird und entsprechend unserem Hinweis auch eine Belehrung über das Widerrufsrecht erfolgen soll.
Die Verbraucherzentrale Sachsen fragt sich allerdings ernsthaft, ob diese Zusage auch eingehalten wird. Anlass hierfür ist eine erneute Beschwerde eines Verbrauchers, der Mitte Dezember 2005 eine derartige Probemitgliedschaft eingegangen war und seitdem mit Mahnungen behelligt wird. Höhepunkt war für ihn ein anwaltliches Forderungsschreiben, welches ihn Anfang 2007 erreichte. Die Erklärung der BSW gegenüber der Verbraucherzentrale Sachsen scheint also das Papier nicht wert zu sein, auf dem sie geschrieben wurde, so der empörte Verbraucher an die Verbraucherzentrale Sachsen. Vermutlich sollte dadurch nur erreicht werden, dass Gras über die Sache wächst, um dann munter weiterhin zu versuchen, nicht gesetzeskonform zu Stande gekommene Mitgliedschaften aufrecht zu erhalten.
Auf Grund der eindeutigen Erklärung des Vorstandes des BSW-Verbraucherservice e.V. geht die Verbraucherzentrale Sachsen zwar davon aus, dass der Beschwerdeführer, Herr Fabian H. schnell zu seinem Recht kommt und hoffen, dass es sich hier nur um einen Ausrutscher des BSW handelt. Um hierbei aber sicher zu sein, können sich Verbraucher, die im Nachgang zu den Mailingaktionen vom Frühjahr 2005 und vom Oktober 2005 mit dem BSW um eine Mitgliedschaft gestritten haben oder noch streiten, an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden und ihre Unterlagen zuschicken.
Quelle und Kontaktadresse:
Verbraucherzentrale Sachsen e.V.
Pressestelle
Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Telefon: (0341) 696290, Telefax: (0341) 6892826
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