Bürokratie bedroht die Schafhaltung / Nein zur Einführung der elektronischen Kenzeichnung / Unerklärlicher Bürokratieaufwand und höhere Kosten könnten gerade für bayerische kleinbäuerliche Schafhaltungen das Aus bedeuten
(München) - Anlässlich der Internationalen Schafalmbegehung am 3. August 2008 auf die Giessenbachalm in Farchant, weist der Bayerische Bauernverband ein erneut aus Brüssel kommendes Bürokratiemonster entschieden zurück. So plant die EU-Kommission ab 1. Januar 2010, dass Ziegen und Schafe in Mitgliedsstaaten mit einem Gesamtbestand über 600.000 Tieren einzeln mit Ohrchip oder Bolus gekennzeichnet werden müssten. Dies hätte für die Schafhalter einen unerklärlichen Bürokratieaufwand und höhere Kosten zur Folge. Gerade für die bayerischen kleinbäuerlichen Schafhaltungen könnte dies das Aus bedeuten.
Unverständlich ist zudem die offensichtlich völlig willkürlich gezogene Kennzeichnungspflicht für Mitgliedsstaaten ab einem Gesamtbestand von 600.000 Tieren. In grenznahen Gebieten, wie zwischen Deutschland und Österreich, hätte dies zwei unterschiedliche Kategorien zur Folge, da in Österreich weniger als 600.000 Schafe und Ziegen vorkommen. Die dortigen Tiere müssten nicht einzeln gekennzeichnet werden. Welcher bayerische Bauern könne verstehen, weshalb er kennzeichnen müsse, wenn sein österreichischer Kollege von dieser Schikane befreit ist.
Die Schafhaltung in Bayern sei wichtig und dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden: Mit Schafen würden landwirtschaftliche Restflächen bewirtschaftet und gepflegt. Schafe gehörten zum Landschaftsbild Bayerns.
Der Bayerische Bauernverband fordert deshalb das Landwirtschaftsministerium auf, die Pläne der EU-Kommission abzuwehren.
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Bayerischer BauernVerband (BBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts
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