Bürokratieabbau jetzt zählen Taten / BDL fordert zügige Umsetzung der Seehofer-Vorschläge
(Berlin) - Landwirtschaftsminister Seehofer will aus drei eins machen. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, lobt Johannes Scharl, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Der Minister hatte vorgeschlagen, künftig nur noch einen Bericht für Fischerei, Land- und Forstwirtschaft vorzulegen, statt wie bisher für jede Branche einen. Außerdem soll der gemeinsame Bericht statt jährlich nur noch einmal pro Legislaturperiode erarbeitet werden.
Seit seinem Amtsantritt im Oktober 2005 kündigt der Agrarminister an, Bürokratie abbauen zu wollen. Auch er werde an seinen Taten gemessen, sagt der stellvertretende BDL-Vorsitzende. Gleichwohl begrüße der größte Jugendverband im ländlichen Raum die Seehofer-Initiativen und dränge auf zügige Umsetzung der Vorschläge. Zu diesen gehören auch die Flexibilisierung der Dokumentationsvorschriften Tierarzneimittel sowie die Abschaffung des Rinderpasses. Dieser passe nicht zu einem modernen Betrieb, weil die darin enthaltenen Daten bereits anderswo belegt werden.
Natürlich geht es nicht ohne Vorschriften, nicht ohne Qualitätsnach¬weise. Wir brauchen Transparenz. Aber gegenwärtig haben wir zu viel Papierkram auf dem Tisch, der uns kaum Zeit für das Landwirtschaften lässt, so Johannes Scharl. Darum müsse grundsätzlich jede Angabe, jede Zahl, die doppelt aufgeschrieben wird, hinterfragt werden egal, wer diese Erhebung fordert.
Die Umsetzung der bisherigen Seehofer-Vorschläge kann daher nur der Anfang eines gezielten Abbaus bürokratischer Hürden sein. Wir brauchen uns nichts vormachen, die ausgeuferte Bürokratie schmälert unsere Wettbewerbsfähigkeit und zerstört die Motivation junger LandwirtInnen. Das muss sich ändern. Ankündigungen reichen nicht. Jetzt zählen Taten, mahnt der stellvertretende BDL-Vorsitzende Johannes Scharl.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Carina Gräschke, Pressereferentin, Presse
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206
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