Pressemitteilung | Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. - Die Waldeigentümer (AGDW)
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Bürokratische Hemmnisse bei der Kyrill-Sturmaufarbeitung aufheben / Waldbesitzerverbände fordern befristete Befreiung vom Kabotageverbot für Holztransporteure aus Osteuropa

(Berlin) - Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) fordert Bundesverkehrsminis-ter Tiefensee auf, Holztransportunternehmen aus den osteuropäischen Beitrittsstaaten und der Schweiz zur Unterstützung beim Abtransport des Sturmholzes zu zulassen. Das entscheidende Gespräch hierzu findet heute (5. März 2007) im Bundesverkehrsministerium in Bonn statt.

In den am 19. Januar vom Orkan “Kyrill“ verwüsteten Wäldern in der Mitte Deutschlands muss das Schadholz aufgearbeitet und abtransportiert werden, bevor es im Frühjahr durch Borkenkäfer- und Pilzbefall entwertet wird. Die in Deutschland und im benachbarten europäischen Ausland verfügbaren Holz-LKWs reichen dafür nicht aus. „Im Wald stapeln sich riesige Berge von aufgearbeitetem und abfuhrbereitem Holz“, beschreibt Waldbesitzerpräsident Michael Prinz zu Salm-Salm die Lage. „Dieses Holz muss aus dem Wald in Nasslager oder in die Sägewerke gebracht werden. Es muss möglich sein, zusätzlich Holztransport-LKWs aus östlichen EU-Mitgliedstaaten oder der Schweiz sehr kurzfristig hier in Deutschland einzusetzen, um die Lage zu entschärfen.“

Bislang hindert ein so genanntes ´Kabotageverbot´ Transportunternehmen aus den EU-Beitrittstaaten und der Schweiz daran, innerhalb Deutschlands Güter zu transportieren. Den Waldbesitzerverbänden geht es nicht um eine Aufhebung des Kabotageverbots für die EU-Beitrittsländer, sondern ausschließlich um die befristete und ausnahmsweise Zulassung osteuropäischer Unternehmen für Holztransporte in den Sturmschadensgebieten. Bedenken wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen treffen im Fall der Katastrophenhilfe zur Bewältigung der Sturmschäden im Wald nicht zu. Denn die verfügbaren Lkw-Kapazitäten in Deutschland und den EU-15-Staaten sind ausgereizt. Jetzt ist schnelle und pragmatische Hilfe dringend erforderlich, um das Sturmholz vor einer Entwertung in Millionenhöhe zu bewahren.

Für die betroffenen Waldbesitzer ist dieser Fall auch ein Test, ob die Bundesregierung es mit dem Bürokratieabbau ernst meint. Jetzt kommt es darauf an, ob sich der Bundesverkehrsminister einen Ruck gibt und schnell das Problem löst, oder ob hier wieder nur der Amtsschimmel wiehert und Berge von Bedenken auftürmt.

Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Hans Ludwig Körner, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31807-923, Telefax: (030) 31807-924

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