Bund der Selbständigen / DGV Bayern veröffentlicht die Ergebnisse der 3. (Konjunktur-) Mitgliederumfrage: Mittelstand unzufrieden mit der großen Koalition / Einstellungsbereitschaft steigt trotz verhaltener Erwartungen
(München) - Nicht mal einer von Hundert bayerischen Unternehmern ist der Ansicht, dass die Politik der Bundesregierung mittelstandsfreundlich ist. Dieses vernich-tende Urteil, dass sich quer durch alle Branchen zieht, stellt besonders für die CSU ein Problem dar, in deren Richtung Bayerns Mittelständler mehr-heitlich tendierten. So sprachen sich in einer BDS/DGV-Mitgliederumfrage vor der Bundestagswahl im letzten Jahr 97 Prozent für eine unionsgeführte Bundesregierung aus. Die Hoffnungen dieser Wähler hat die Union nicht erfüllt. Der Frust wächst, was sich in allen Prognosen niederschlägt, stellt Verbandspräsident Professor Fritz Wickenhäuser fest.
Die Enttäuschung über Schwarz-Rot wirkt sich noch nicht auf die derzeitige Geschäftslage im bayerischen Mittelstand aus. Fast 80 Prozent bewerten ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend, was der konjunkturellen Lage des Herbstes 2005 entspricht (zum Vergleich, Frühjahr 2005: unter 70 Prozent). Wickenhäuser: Der wachsende Frust über die Bundesregierung hat jedoch einen deutlich messbaren Abwärtstrend bei den Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate ausgelöst. Über 14 Prozent und damit sechs Prozent mehr als noch im Herbst 2005 erwarten schlechtere Umsätze als bisher. Umso erfreulicher ist, dass der Jobmotor Mittelstand nach wie vor läuft. So ist die Zahl der Unternehmen, die steigen-de Beschäftigtenzahlen prognostizieren, weiter gestiegen: von acht Prozent im Frühjahr 2005 über zehn Prozent im Herbst 2005 auf aktuelle 13 Prozent. (restliche Werte: konstant = 73 %, sinkend = 14 Prozent).
Wickenhäuser abschließend: Die Anfangslorbeeren der Bundesregierung sind vertrocknet. Soll es der Ausbildungs- und Arbeitsplatzquelle Mittelstand nicht ähnlich ergehen, dann muss Schwarz-Rot nun schnell die versprochenen Reformen, beispielsweise bei der Erbschaftssteuer auf Betriebsvermögen, zielorientiert umsetzen ohne faule Kompromisse. Wir erwarteten ei-nen richtungweisenden Herbst.
Anmerkung: Dem Bund der Selbständigen / DGV Bayern gehören 22.000 Unternehmen und Selbständige aller Branchen im Freistaat an. Rund 520 davon haben sich an der dritten (Konjunktur-) Umfrage unter der wissen-schaftlichen Leitung von Professor Karlheinz Zwerenz (Fachhochschule München) beteiligt. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen im Durchschnitt 15 Mitarbeiter, 80 Prozent davon sind Einzelunternehmen und Personenge-sellschaften, die restlichen 20 Prozent Kapitalgesellschaften.
Quelle und Kontaktadresse:
BDS-DGV Bund der Selbständigen - Deutscher Gewerbeverband, Landesverband Bayern e.V.
Pressestelle
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