Pressemitteilung | Bund der Steuerzahler Hamburg e.V. (BdSt)

Bund der Steuerzahler fordert Überprüfung des HCU-Projektes

(Hamburg) - Die heute (23. März 2009) bekannt gewordene exorbitante Kostensteigerung auf rund 85 Mio. Euro sowie die von der Wissenschaftsbehörde ausdrücklich erwähnten "unkalkulierbaren Risiken" beim Bau der Hochschule für Architektur und Stadtplanung sollten nach Auffassung des Bundes der Steuerzahler dazu genutzt werden, sich auf Seiten der Politik noch einmal grundsätzlich Gedanken über den Standort der geplanten Universität zu machen.

Die Wirtschaftskrise darf nicht dazu herhalten, Bauprojekte übers Knie zu brechen. Da die Auftragsbücher der Baubranche offenbar gut gefüllt sind und damit die bislang kalkulierten Preise nicht mehr zu halten sind, sollte der Bau des Hochschulgebäudes nicht übereilt in Angriff genommen und als Konjunkturspritze behandelt werden. Der Senat muss aus dem Debakel um die Elbphilharmonie lernen und darf der Bürgerschaft keinen unausgereiften Planungsentwurf zur Abstimmung vorlegen.

Der Bund der Steuerzahler spricht sich dafür aus, die konstruktiven Vorschläge des Landesrechnungshofes ergebnisoffen zu prüfen bzw. weiter zu verfolgen. Die Rechnungsprüfer schlugen vor, den derzeitigen Standort der Hochschule in der City Nord funktionsgerecht auszubauen (Kosten ca. 15 Mio. Euro) oder einen Neubau in Wilhelmsburg (ca. 57 Mio. Euro) zu wagen.* Beide Alternativen wären damit erheblich kostengünstiger.

Die schwarz-grüne Koalition sollte ein solide finanziertes Hochschulgebäude auf festem Grund errichten. Für neue risikobehaftete Leuchtturmprojekte haben wir kein Geld!

* Vgl. Jahresbericht des Landesrechnungshofes 2009, Tz. 48.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Steuerzahler Hamburg e.V. (BdSt) Pressestelle Ferdinandstr. 36, 20095 Hamburg Telefon: (040) 330663, Telefax: (040) 322680

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