BUND-Umweltarbeit auch 2003 gut unterstützt / Biotopschutz an früherer deutsch-deutscher Grenze in Gefahr
(Berlin) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat zu mehr Engagement für den Naturschutz aufgerufen. In Zeiten sozialer Probleme und wirtschaftlicher Globalisierung drohe das natürliche Erbe vieler seltener Tier- und Pflanzenarten in Vergessenheit zu geraten. Beispielsweise werde der Biotopschutz entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze, im sogenannten Grünen Band, derzeit blockiert. Die betroffenen Länder hätten zwar einer Übernahme der bundeseigenen Flächen im Grünen Band zugestimmt, müssten jedoch die Anträge beim Bundesfinanzminister schnellstens einreichen. Und Hans Eichel müsse die Bundesflächen vollständig und unentgeltlich an die Länder übertragen. Geschehe das nicht, drohe das Grüne Band zu zerreißen.
Olaf Bandt, Leiter der BUND-Fachpolitik: "Mit ihrem zögerlichen Verhalten setzen die Bundesländer ein einmaliges Naturerbe und historisches Denkmal aufs Spiel. Mehr als 8000 Menschen haben über den BUND schon symbolische Anteile am Grünen Band erworben. 15 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs könnte Deutschland ein Zeichen setzen für einen Biotopverbund von Skandinaviens Ostgrenze quer durch Europa bis zum Schwarzen Meer, für ein europäisches Grünes Band."
Für seine bundesweite Naturschutzarbeit im vergangenen Jahr zog der BUND in seinem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2003 eine insgesamt positive Bilanz. In einem rauen politischen Klima sei es gelungen, ökologische Positionen zu stärken und wichtige Erfolge zu erringen. Die inhaltliche Fokussierung auf Verkehrs- und Agrarthemen habe sich bewährt.
Detailgenau habe man den 90 Milliarden Euro umfassenden Bundesverkehrswegeplan unter die Lupe genommen und so Bürgerinitiativen und Öffentlichkeit die Basis geliefert, um Kritik und Alternativen zu formulieren. Besonders gravierende Fehlplanungen - wie die Autobahn A 16 zwischen Leipzig und Cottbus oder die vierstreifige Bundessstraße B 2 bei Nürnberg - wurden daraufhin aus der Planung gestrichen, der Bau eines überflüssigen Saale-Seitenkanals gestoppt. In der Landwirtschaftspolitik habe sich der BUND erfolgreich für eine umweltgerechtere Verteilung der Agrarsubventionen und für den Schutz vor Gentechnik eingesetzt. Bauern und Bürgerinitiativen konnte der BUND beim Einrichten von gentechnikfreien Regionen und beim Widerstand gegen Massentierhaltungsanlagen unterstützen.
Einnahmen und Mitgliederzahlen des BUND blieben nach Rekordzuwächsen in den Vorjahren auf hohem Niveau. Der BUND erhielt 2003 rund 13,3 Millionen Euro an Beiträgen, Spenden und sonstigen Zuwendungen, 2 Prozent weniger als 2002. Die Zahl der Mitglieder und Förderer sank leicht um 0,5 Prozent auf jetzt rund 391 000.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin
Telefon: 030/275864-0, Telefax: 030/275864-40
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

