Bundesverband WindEnergie widerspricht Huber / Auch Bayern hat gute Windenergie-Standorte / Windkraft ist günstiger Klimaschutz
(Berlin) Wind wie in Norddeutschland gibt es auch in Bayern. In der Oberpfalz und in ganz Franken etwa gibt es viele sehr gute Standorte für Windkraftanlagen, so Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE): Hier ist Windstrom-Erzeugung besonders günstig. Und mit modernen Windkraftanlagen lassen sich auch vermeintlich schwache Standorte ausgezeichnet nutzen. Ahmels widersprach damit Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber, der in Bayern für die Windenergie keine Chance sieht. Ahmels: Ohne die Windenergie wird Bayern seine selbstgesteckten Klimaschutz-Ziele nicht erreichen oder dafür einen unverhältnismäßig hohen Preis zahlen.
Die Windstromproduktion wird entgegen Hubers Annahme immer effektiver und effizienter. Mittlerweile erreichen Windkraftanlagen Nabenhöhen von über 120 Metern. Da in diesen Höhen wesentlich mehr und gleichmäßiger Wind weht als in Bodennähe, wird auch Süddeutschland für Windparkbetreiber zusehends attraktiver. Mit verbesserten Rotoren mit Durchmessern von fast 130 Metern lässt sich heutzutage ein Vielfaches der Windenergie einfangen als noch vor einigen Jahren und das mit weniger Anlagen. Eine dieser Großanlagen erzeugt an einem durchschnittlichen Standort über 15 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr und könnte damit rechnerisch 5.000 Haushalte versorgen und so 12.800 Tonnen Kohlendioxid vermeiden. Der Klimaschutz durch Windenergie ist dabei für den Verbraucher 25mal preiswerter als der Emissionshandel. Windenergie ist mit der Wasserkraft die günstigste regenerative Stromquelle. Und gerade mit den großen Pumpspeicherkraftwerken in den Alpen bieten sich auch hervorragende Stromspeicher an.
Ahmels: Gerade die ländlichen Regionen profitieren von der Windkraft. Das sollte auch in Bayern möglich sein. Auch bayerische Landwirte, Bürgergemeinschaften und Mittelständler können sauberen Strom produzieren und dabei Geld verdienen. Eine moderne Windkraftanlage mit fünf Megawatt Leistung erwirtschaftet zudem rund 30.000 Euro Gewerbesteuer im Jahr. Die Direkt-Investitionen betragen für solch eine Anlage etwa sechs Millionen Euro. Dazu kommen Folgeaufträge für das ansässige Handwerk, Pachtzahlungen für die Nutzung der Standorte und natürlich Umsätze und Gewinne aus der Stromproduktion eine Chance auch für Bayerns Regionen. In Bayern werden lediglich 0,03 Prozent der Fläche durch Windkraft genutzt, so BWE-Präsident Ahmels: Damit lassen sich nur 0,6 Prozent des Strombedarfs erzeugen. Zum Vergleich: In Ländern wie Rheinland-Pfalz, Sachsen oder Thüringen wird die zehnfache Fläche genutzt. Windkraft erzeugt dort sechs bis zehn Prozent des Stroms.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Hauptstadtbüro
Dr. Matthias Hochstätter, Pressesprecher
Marienstr. 19-20, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28482106, Telefax: (030) 28482107
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