Bundeswirtschaftsminister Michael Glos zu Gast beim Bund der Selbständigen / DGV Bayern: Unternehmensnachfolge darf nicht an der Erbschaftssteuer scheitern / Abrechnung der Sozialbeiträge noch mal auf den Prüfstand
(München) - 63.000 bayerische Unternehmen mit fast einer halben Million Arbeitsplätze stehen in den nächsten fünf Jahren zur Nachfolge an. Die Übergabe dieser Unternehmen an die nächste Generation darf nicht an der Erbschaftssteuer scheitern. Der Mittelstand braucht zum 1. Januar 2007 eine Reform der Erbschaftssteuer auf Betriebsvermögen, wie diese im Koalitionsvertrag vereinbart ist, stellte Verbandspräsident Professor Fritz Wickenhäuser fest. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos teilte diese Ansicht, indem er sich dafür aussprach, die Erbschaftssteuer auf betriebliches Kapital, unabhängig von der zum 1. Januar 2008 geplanten Unternehmenssteuerreform, zunächst zu stunden und im Falle einer zehnjährigen Unternehmensweiterführung vollständig zu erlassen.
Ebenfalls auf offene Ohren stieß der Bund der Selbständigen / DGV Bayern mit seinem Wunsch, das seit Jahresanfang veränderte System zur Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge noch mal auf den Prüfstand zu stellen. Wickenhäuser schlug vor, den monatlichen Beitragsnachweis durch eine jährliche Abrechnung im Dezember zu ersetzen. Dadurch könnten die pauschalen Abschlagszahlungen von Januar bis November ausgeglichen werden, die ähnlich wie bei der Umsatzsteuer auf der Basis der Vorjahreszahlen ermittelt werden. Mit diesem Vorschlag lässt sich nach Meinung des branchenübergreifenden Wirtschaftsverbandes der bürokratische Aufwand erheblich verringern.
Weitere Themen des rund einstündigen Gesprächs in der Münchner Hauptgeschäftsstelle des Bundes der Selbständigen / DGV Bayern waren das Gleichbehandlungsgesetz und die öffentliche Förderung von Existenzgründungsberatungen. Auch hier sprachen sich die Mittelstandsvertreter für einen Abbau der Bürokratie aus. Wickenhäuser abschließend: Die Kultur der Selbständigkeit in unserem Land setzt gegenseitiges Vertrauen voraus. Bürokratie schadet nicht nur den Unternehmen, sie ist auch ein Zeichen von Misstrauen in unsere Wirtschaft. Daher ist der Bürokratieabbau eine unserer vordringlichsten Aufgaben.
Anmerkung: Dem Bund der Selbständigen / DGV gehören 22.000 Unternehmen und Selbständige aller Branchen in Bayern an. Die Unternehmen beschäftigen im Durchschnitt 15 Mitarbeiter, 80 Prozent davon sind Einzelunternehmen und Personengesellschaften, die restlichen 20 Prozent Kapitalgesellschaften.
Quelle und Kontaktadresse:
BDS-DGV Bund der Selbständigen - Deutscher Gewerbeverband, Landesverband Bayern e.V.
Pressestelle
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