Pressemitteilung | Bundesverband Beteiligungskapital – German Private Equity and Venture Capital Association e.V. (BVK)

BVK-Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Private Equity / Tragende Rolle von Private Equity in Deutschland noch unterschätzt

(Berlin) – Der Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften – German Venture Capital Association (BVK) e.V. untersucht in seiner jüngsten Studie den volkswirtschaftlichen Beitrag von Private Equity. „Die Erkenntnisse über die volkswirtschaftliche Bedeutung geben wichtige Ansatzpunkte für die zukünftige Gestaltung einer Volkswirtschaft und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen“, sagt BVK-Geschäftsführer Dr. Holger Frommann, Co-Autor der Studie. „Mit dieser Studie wollen wir den Blick von Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit für die Herausforderungen der Zukunft schärfen. Die Wahrnehmung der tragenden Rolle von Private Equity für die volkswirtschaftliche Entwicklung ist in Deutschland noch zu gering“, führt Frommann weiter aus.

Die Eckpfeiler der Studie:

1. Die direkten volkswirtschaftlichen Wirkungen sind deutlich sichtbar. Mit Private Equity finanzierte Unternehmen schaffen deutlich mehr Arbeitsplätze und weisen im Vergleich zu nicht mit Private Equity unterstützten Unternehmen höhere F&E-Aufwendungen und schnelleres Umsatzwachstum auf. Die Folge: Neue Branchen entwickeln sich, etablierte werden modernisiert. Mit zeitlichem Verzug generieren diese Unternehmen ein höheres Steueraufkommen direkt und über die Beschäftigten indirekt dazu.

2. Die derzeitigen intensiven Umbrüche bei der Unternehmensfinanzierung führen dazu, dass traditionelle Finanzierungsinstrumente wie Bankkredite oder staatliche Subventionen für den Mittelstand schwerer zugänglich werden. Mittelständische Unternehmen haben zunehmend Probleme, ihre Finanzierung sicher zu stellen. Private Equity wird zu einer wirklichen Alternative in der Unternehmensfinanzierung.

3. In Deutschland müssen ein unternehmerfreundliches Klima und Anreizmechanismen entstehen, die das unternehmerische Engagement lohnend machen. Private Equity braucht langfristige Kapitalquellen mit einem optimalen Regelwerk. Die steuerrechtlichen Voraussetzungen für Fonds müssen klar definiert und die staatliche Förderung muss optimiert werden. Nur so kann Deutschland ein attraktiver Standort für Private Equity werden.

4. Private Equity treibt den technologischen Fortschritt voran und beschleunigt den erforderlichen Strukturwandel. Die Umsetzung von F&E-Ergebnissen in wirtschaftlich verwertbare Innovationen ist oft schwer zu finanzieren: Staatliche Fördermöglichkeiten sind häufig auf Anschubfinanzierung begrenzt. Traditionelle Finanzierungsinstrumente greifen aufgrund der hohen Risiken meist nicht. Private Equity hat sich zu einem Finanzierungsinstrument entwickelt, das in diese Lücke stößt.

Die BVK-Studie „Zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Private Equity und Venture Capital“ kann beim BVK für 15 Euro bestellt werden (siehe Kontaktadresse).

Anmerkungen zur Terminologie

Beteiligungskapital oder Private Equity bezeichnet die Vergabe von Beteiligungskapital an nicht börsennotierte Unternehmen in allen Unternehmensphasen, d. h. Venture Capital und Buy outs.
Venture Capital bezieht sich auf Early stage- (Frühphasenfinanzierung: Seed und Start-up) und Expansionsfinanzierung.

Über den BVK

Der 1989 in Berlin gegründete Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften – German Venture Capital Association e.V. (BVK) ist die umfassende Organisation der deutschen und der in Deutschland tätigen Repräsentanten ausländischer Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Er hat die zentrale Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten und das öffentliche Bewusstsein zu Funktion und Bedeutung von Beteiligungsgesellschaften als verlässliche Partner für Unternehmen, Initiatoren wirtschaftlichen Wachstums und Stabilitätsfaktor für die Wirtschaft Deutschlands zu fördern.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften - German Venture Capital Association e.V. (BVK) Residenz am Deutschen Theater/Reinhardtstr. 27 c, 10117 Berlin Telefon: 030/3069820, Telefax: 030/30698220

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