BVMed begrüßt EU-Plan zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen: „Früherkennung, Digitalisierung und Innovationen stärken“
(Berlin) - Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) begrüßt den von der Europäischen Kommission Ende 2025 vorgestellten „ Safe Hearts Plan“ als wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) in Europa. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland sowie Europa und stellen eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen für eine alternde Gesellschaft dar.
„Mit dem Safe Hearts Plan stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen endlich weit oben auf der europäischen politischen Agenda. Dabei setzt der Plan die richtigen Schwerpunkte: Prävention, Früherkennung, personalisierte Versorgung sowie Digitalisierung und Innovation“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.
Der BVMed sieht insbesondere im geplanten EU-Protokoll für regelmäßige Herz-Check-Ups einen zentralen Hebel, um die Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und effektiv zu behandeln. Der deutsche MedTech-Verband hatte sich bereits im Rahmen des geplanten deutschen Gesundes-Herz-Gesetzes (GHG), das aufgrund des Ampel-Bruchs Ende 2024 nicht mehr umgesetzt wurde, für eine konsequente Stärkung der Früherkennung eingesetzt und hatte unter anderem entsprechende Herz-Check-Ups gefordert. Denn: „Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich und stellt damit eine wachsende Herausforderung für ein gesundes Altern dar. Regelmäßige und gezielte Vorsorgeuntersuchungen sind notwendig, um die Erkrankungen strukturiert und effektiv anzugehen“, betont Möll.
Darüber hinaus bewertet der BVMed den starken Fokus des Safe Hearts Plans auf Digitalisierung, KI und datenbasierte Versorgung als positiv. „Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben viele Gesichter und gehen häufig mit weiteren Erkrankungen einher. Digitalisierung kann helfen, die Versorgung besser zu koordinieren – über Fachdisziplinen, Indikationen und Versorgungssektoren hinweg.“ Darüber hinaus können digitale Diagnostik, KI-gestützte Vorhersagemodelle, Telemonitoring-Lösungen und Software-Komponenten von Medizinprodukten entscheidend dazu beitragen, HKE früher zu erkennen, Therapien zu personalisieren und die Nachsorge zu verbessern, erklärt der MedTech-Verband.
Insgesamt bietet die MedTech-Branche bereits heute leistungsfähige Lösungen entlang der gesamten HKE-Versorgungskette – von der Prävention und Diagnostik über die Therapie bis hin zur Rehabilitation. Diese Potenziale müssen künftig strukturierter und konsequenter in die Versorgung integriert werden, so der BVMed.
Eine bessere HKE-Versorgung schafft zudem neben dem individuellen gesundheitlichen auch einen volkswirtschaftlichen Mehrwert. Denn HKE stellen eine beachtliche finanzielle Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem dar: Laut Statistischem Bundesamt verursachten HKE in Deutschland mit 64,6 Milliarden Euro im Jahr 2023 die höchsten Krankheitskosten. Das entspricht einem Anteil von 13,1 Prozent an den Gesamtkosten – Tendenz steigend.
Dr. Marc-Pierre Möll abschließend: „Wir müssen Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Europa früher erkennen, strukturierter angehen und dabei medizintechnische Lösungen mitdenken. Der Safe Hearts Plan zeigt, wie ein ganzheitlicher Ansatz aussehen kann. Jetzt kommt es darauf an, ihn praxisnah umzusetzen und mit innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen zu begleiten.“
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed), Manfred Beeres, Leiter(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Georgenstr. 25, 10117 Berlin, Telefon: 030 246255-0
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