Pressemitteilung | Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
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BVMed-Herbsttreffen: Vorstandsvorsitzender Anton J. Schmidt: „Innovationspotential der Gesundheitswirtschaft besser nutzen“

(Berlin) - Der BVMed-Vorstandsvorsitzende Anton J. Schmidt hat an die Politik appelliert, das Innovationspotential der Gesundheitswirtschaft und insbesondere der Medizintechnologien besser zu nutzen. „Der Umgang mit medizinischen Innovationen ist eines der wichtigsten Gestaltungsthemen im Gesundheitsmarkt. Es betrifft die Unternehmen der Medizintechnologie als Teil einer dynamischen und hoch innovativen Branche in besonderem Maße. Denn mehr als die Hälfte des Umsatzes erzielen die Unternehmen mit Produkten, die nicht älter als drei Jahre sind. Durchschnittlich werden rund 7 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert“, sagte Schmidt auf dem BVMed-Herbsttreffen in Berlin. Gastredner waren der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Klaus Theo Schröder, und DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

Deutschland habe in den zukunftsträchtigen Innovationsfeldern der Medizintechnologie durch die große Zahl gut ausgebildeter Ärzte, Forscher und Ingenieure und durch den hohen Standard der klinischen Forschung beste Voraussetzungen, neue Produkte und Verfahren zur Marktreife zu führen. „Wir haben durch die Universitätskliniken und die zahlreichen Kompetenzzentren in der Medizintechnik ein großes Wissen. Erhebliche Defizite bestehen in Deutschland allerdings bei der Einführung von Innovationen in die Vergütungssysteme, sodass sie dann auch zeitnah beim Patienten ankommen“, so der BVMed-Vorsitzende vor Vertretern der Politik, Kliniken, Ärzteschaft, Krankenkassen und Unternehmen.

Um das Potential der Medizintechnologien als Wachstumsmotor besser zu nutzen, benötige man vor allem den festen Willen, Innovationen schneller in das deutsche Gesundheitssystem einzuführen und Prozesse für ihren zügigen Zugang zu etablieren. „Dafür brauchen wir eine neue Gesundheitswirtschaft mit mehr wettbewerblichen Elementen, Wahlfreiheiten und mehr Eigenverantwortung der Versicherten“, sagte Schmidt auf dem BVMed-Treffen.

Auch die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung müssten durch ein besseres Forschungsmanagement optimiert werden. Dazu gehöre die Vernetzung mit der wissenschaftlichen Forschung insbesondere auf dem Gebiet der Bio-, Mikro- und Nanotechnologie. Anton J. Schmidt: „Wir plädieren für regionale Cluster mit medizintechnologischen Firmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Herstellern von wichtigen Vorprodukten bis hin zur Software sowie Anbietern von Risikokapital.“ Der „Aktionsplan Medizintechnik“, der in den nächsten Monaten im Rahmen der High-Tech-Strategie der Bundesregierung vom Bundesforschungsministerium erarbeitet werde, biete hierzu einen guten Ansatzpunkt.

Bei der Einführung von Innovationen müssten Krankenkassen, Kliniken, Ärzte und Unternehmen enger und „pro-aktiv“ zusammenarbeiten. Gemeinsames Ziel von Kassen und Unternehmen muss es sein, Innovationen, die medizinischen Fortschritt und einen ökonomischen Nutzen bieten, schneller in das System einzuführen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed) Manfred Beeres, Referent, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99

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