BVMed-Innovationsforum zur Bewertung neuer Medizintechnologien: Patientennutzen muss im Mittelpunkt stehen / Gutachten zu HTA-Verfahren vorgestellt
(Berlin) - Krankenkassen, Kliniken, Ärzte und Industrie müssen gemeinsam Wege finden, sinnvolle Innovationen, die dem Patienten nützen, schneller in die flächendeckende Versorgung einzuführen. Dabei ist die systematische und transparente Bewertung von Innovationen der Medizintechnologie eine wichtige Herausforderung für die MedTech-Unternehmen. Bei der Bewertung von neuen Verfahren durch die Krankenkassen muss das Behandlungsergebnis auch aus der Sicht der Patienten einbezogen werden. Das waren einige der Botschaften des diesjährigen BVMed-Innovationsforums am 12. September 2007 mit dem Titel Die Wahrhaftigkeit der Bewertung und Realisierung von Innovationen: Katalysator oder Bremsklotz für die Gesundheitsversorgung?. An dem Kongress in Berlin nahmen über 140 Teilnehmer aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft statt.
Der DAK-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Herbert Rebscher plädierte dafür, MedTech-Innovationen zunächst in ausgewählten Zentren kontrolliert und wissenschaftlich begleitet einzuführen. Dabei gebe es die Chance, die Institutionen der Selbstverwaltung zur Innovationsförderung zu nutzen, nicht zur Innovationsverhinderung.
Erstmals präsentierte Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg von der Universität Hannover die Ergebnisse eines Gutachtens zur Technologiebewertung bei Medizintechnologien im Auftrag des BVMed. Health Technology Assessment (HTA) sei nicht für jedes Medizinprodukt anwendbar und gleichermaßen geeignet. Deshalb müsse eine standardisierte Differenzierung nach einem Entscheidungsbaum vorgenommen werden, ob und wann ein HTA-Verfahren geeignet und sinnvoll ist. BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt plädierte dafür, diesen Entscheidungsbaum für die Technologiebewertung von Medizintechnologien in den Dialog mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG) einzubringen. Moderiert wurde die Konferenz von Dr. Albrecht Kloepfer, Herausgeber des Gesunheitspolitischen Briefes.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
Manfred Beeres, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin
Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99
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