Pressemitteilung | Deutscher Caritasverband e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Caritas zum Alkoholverbot

(Berlin) - Zum geplanten Alkoholverbot an den Berliner Bahnhöfen Ostbahnhof und Zoologischer Garten ab dem 1. Mai wirbt der Deutsche Caritasverband dafür, ordnungspolitische Maßnahmen nicht isoliert einzusetzen, sondern soziale Angebote verbindlich einzubeziehen.

„Das Anliegen, Sicherheit und Aufenthaltsqualität an Bahnhöfen zu verbessern, ist wichtig. Dabei müssen soziale Anlaufstellen an Bahnhöfen unbedingt eingebunden werden. Allein mit einem Alkoholverbot ist es nicht getan“, so Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa.

„Sicherheit entsteht dort, wo soziale Probleme sozial beantwortet werden. Bahnhöfe als besondere Kristallisationspunkte von gesellschaftlichen Problemlagen brauchen eine starke Präsenz von Beratungs- und Unterstützungsangeboten an und im Umfeld von Bahnhöfen.“

Der Deutsche Caritasverband fördert deshalb mit seinem Projekt „Sozialraum Bahnhof“ an bundesweit 15 Bespielbahnhöfen die Verknüpfung von sozialer Arbeit, Prävention und Ordnungspolitik. „Dieser integrierte Ansatz muss Schule machen – flächendeckend und dauerhaft“, unterstreicht Welskop-Deffaa.

Josef Lüttig, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Katholischen Bahnhofsmissionen in Deutschland, betont: „Seit jeher treffen an Bahnhöfen Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen aufeinander. Deshalb sind die Bahnhofsmissionen seit 130 Jahren vor Ort an den Bahnhöfen präsent. Bahnhofsmissionen als zentrale Akteure für alle Hilfesuchenden am Bahnhof müssen gestärkt und bei politischen Entscheidungen verbindlich beteiligt werden. Öffentliche Räume müssen für alle zugänglich bleiben – auch für die Schwächsten.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Caritasverband e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Elke Schänzler, Leiter(in) Kommunikation, Reinhardtstr. 13, 10117 Berlin, Telefon: 030 2844476

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