Deutscher Caritasverband zum Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
(Berlin) - Zur heutigen Vorstellung des Jahresberichts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes kommentiert Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa:
„Der aktuelle Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hält uns als Gesellschaft schonungslos den Spiegel vor: Es ist alarmierend, wenn immer mehr Menschen in unserem Land wegen ihrer Hautfarbe, einer Behinderung, ihres Geschlechts oder ihres Alters Diskriminierung erfahren.
Der Anstieg der Meldungen von Altersdiskriminierung um 15 Prozent ist eine besonders bedrohliche Entwicklung. Sie markiert das Auseinanderdriften der Generationen – in einer Zeit, in der die grundlegenden gesellschaftlichen Herausforderungen nur in einem guten Miteinander und Füreinander von Alt und Jung gelingen können – sei es beim Klimaschutz oder den Sozialstaatsreformen.
Als Deutscher Caritasverband setzen wir uns für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ein, in der Verschiedenheit eine Ressource darstellt. Polarisierenden Wahrnehmungen von Unterschieden müssen wir präventiv entgegentreten. Populistisch aufgeheizte Debatten bergen das Potential neu entfachter und zunehmender Diskriminierungen – oft auf dem Rücken der Schwächsten.
Wie schnell einmal entstandene Vorurteile sich verfestigen und das gesellschaftliche Klima prägen können, zeigt der Blick auf die Rassismus-Erfahrungen. Der Bericht der Unabhängigen Bundesbeauftragten Ferda Ataman weist auf, wie sehr sich rassistische Einstellungen verbreiten und Diskriminierungen veralltäglicht haben.
Diskriminierungserfahrungen sind real, sie werden durch Algorithmen und KI verstärkt und sie gefährden die Menschenwürde. Es braucht aktive Gegenwehr. Dies gilt sowohl am Arbeitsplatz als auch im Gesundheitswesen und überall dort, wo Zugänge über Teilhabe entscheiden.“
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Caritasverband e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Elke Schänzler, Leiter(in) Kommunikation, Reinhardtstr. 13, 10117 Berlin, Telefon: 030 2844476
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