Chancen der Bioenergie nutzen / Umweltorganisationen und LfU sollten positive Gesamtbilanz der Bioenergie sehen
(München) - Die Kritik von Umweltorganisationen und jetzt auch des Präsidenten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Albert Göttle, an den erneuerbaren Energie vermittelt einmal mehr den Eindruck, das Positive durch allerlei Wenn und Abers zu schmälern. Die erneuerbaren Energien und hier vor allem die Energie aus Biomasse können und müssen in Zukunft weltweit einen maßgeblichen Beitrag zur Energieversorgung beitragen, schon allein um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern, sagt der Stellvertretende Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes Georg Wimmer. Er weist in diesem Zusammenhang sowohl auf den Weltklimabericht und auf die klimaschutzpolitischen Ziele von Europäischer Union sowie Bundesregierung hin.
Biomasse decke in Bayern mittlerweile 4,4 Prozent des Primärenergieverbrauchs und spare somit pro Jahr ca. 2,5 Mrd. Liter Heizöl. In Deutschland würden durch den Einsatz von erneuerbaren Energien heute schon jährlich 85 Mio. Tonnen CO2 vermieden. Außerdem seien im Sektor der erneuerbaren Energien 214.000 Menschen beschäftigt. Hier handle es sich um eine wahre Wachstumsbranche.
Darüber hinaus öffne der Anbau von Energiepflanzen alten und neuen Kulturpflanzen wie Topinambur, Zuckerhirse, Sudangras und Durchwachsene Silphie den Weg zum Anbau. Diese Pflanzen werden eine Bereicherung der Artenvielfalt in der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft sein, machte Wimmer deutlich. Statt dessen spreche das Landesamt für Umwelt (LfU) von der drohenden Verödung der Landschaft. Wo ist dies in Bayern auch nur andeutungsweise der Fall, fragt Wimmer.
Selbstverständlich müsse der Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung nachhaltig erfolgen und zwar weltweit, wie es in Deutschland praktiziert werde. Im Rahmen der guten fachlichen Praxis und durch EU-Auflagen im Bereich Tier- und Umweltschutz erzeugten die Landwirte in einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft qualitativ hochwertige Nahrungsmittel. Nach diesen Vorgaben erfolge bei uns auch der Anbau von Energiepflanzen.
Aus diesem Grund nimmt Wimmer die Umweltorganisationen in die Pflicht, mit dafür Sorge zu tragen, dass diese Produktions- und Umweltstandards weltweit umgesetzt werden; vor allem auch in Ländern, in denen Regenwald rücksichtslos abgeholzt werde und die gleichzeitig die totale Freiheit des Welthandels fordern würden. Es müsse Schluss sein, dass Palmöl aus Malaysia von Plantagen abgeholzter Regenwälder, jetzt schon nachhaltig auf unseren Feldern erzeugtes Pflanzenöl verdrängten, sagte Wimmer.
Nachdem sich der Bayerische Bauernverband nicht vorstellen könne, dass Umweltorganisation und LfU generelle Vorbehalte gegenüber regenerativen Energien haben, erwartet Wimmer von ihnen, die positive Gesamtbilanz der Bioenergien anzuerkennen und auch kund zu tun. Dabei sei der Bauernverband durchaus offen für Vorschläge, wie die ohnehin laufenden Anstrengungen zur Effizienzsteigerung noch verstärkt werden können.
Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer BauernVerband (BBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts
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