Pressemitteilung | Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. - Die Waldeigentümer (AGDW)
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Chancen erkennen

(Berlin) - „Es trifft sich gut, dass die Zusammenkunft der Spitzenpolitiker für einen ´Pakt für Deutschland´ dieser Tage stattfindet. Forst und Holz können zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftwachstum – gerade im strukturschwachen ländlichen Raum – beitragen. Das haben wir den politisch Verantwortlichen zu ihren Spitzengesprächen in einem gemeinsamen Brief geschrieben“, sagten die Vorsitzenden des Deutschen Holzwirtschaftsrates, Dr. Wilhelm Vorher, und die Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Hermann Ilaender und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW), Michael Prinz zu Salm-Salm, anlässlich des Treffens zum Pakt für Deutschland und im Vorfeld des Tag des Waldes am 21.3.2005.

Forst- und Holzwirtschaft können wesentliche Beiträge zum Pakt für Deutschland leisten. Als Cluster Forst und Holz bieten sie schon heute über eine Mio. Menschen Arbeit und erwirtschaften mit mehr als 100 Mrd. Euro Umsatz einen Beitrag zum Bruttosozialprodukt von über drei Prozent. Und dabei bietet der Rohstoff Holz noch enorme Wachstumspotentiale. Die aktuelle Bundeswaldinventur hat eine enorme Rohstoffverfügbarkeit in Deutschland gezeigt. Nicht einmal 60 Prozent des nachhaltig nutzbaren Zuwachses werden derzeit geerntet.

Diese zusätzlichen Potenziale liegen vor allem im kleineren Privatwald, wo eine Mobilisierung des Holzes möglich und nötig ist. Deshalb ist auch der Ansatz der Charta für das Holz, in unserem Land in den nächsten 10 Jahren den Pro-Kopf-Holzverbrauch um 20 Prozent zu steigern, der richtige Schritt. Voraussetzung für eine konsequente Nutzung der Marktchancen in Deutschland sind verbesserte Rahmenbedingungen, insbesondere bei Forschung und Entwicklung sowie beim Abbau von Wettbewerbsnachteilen und Behinderungen beim Einsatz von Holz im Bauwesen. Es ist notwendig, dass die Bundesregierung mit ihrem Bekenntnis zum Roh- und Werkstoff Holz und zur Waldnutzung Zeichen setzt und damit Bedingungen schafft, die das Cluster Forst und Holz voranbringen. Die Branchen fragen nicht nach Subventionen, sondern nach fairen Wettbewerbsbedingungen, um die Potenziale selbst verantwortungsbewusst zur Entfaltung bringen zu können.

Im Einzelnen muss also die Charta für das Holz zügig umgesetzt werden. Auch müssen die Leistungen der Forst- und Holzwirtschaft im Bereich des Klimaschutzes durch Einbeziehung von Wäldern und Holzprodukten als CO2-Senken in den europäischen und weltweiten Emissionshandel anerkannt werden.

Die angekündigte Novelle des Bundeswaldgesetzes ist eine absolut falsche Maßnahme. Die geplanten Veränderungen am bewährten Gesetz beeinträchtigen die Rahmenbedingungen für Forst und Holz. Jede Belastung, die die Rentabilität der Forstbetriebe verschlechtert, ist angesichts des harten internationalen Wettbewerbs kontraproduktiv.

„Es gilt, Chancen zu erkennen und Potentiale zu nutzen – das ist mit Blick auf das Cluster Forst und Holz bestens möglich“, so die Vorsitzenden der Forst- und Holz-Spitzenverbände.

Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin Telefon: 030/31807923, Telefax: 030/31807924

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