CinemaxX: Dritte Tarifverhandlungsrunde von Streiks und Kundgebungen begleitet
(Berlin) - Die dritte Runde der Tarifverhandlungen zwischen dem Kinobetreiber CinemaxX und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird von Streiks und Kundgebungen der Beschäftigten begleitet. Trotz konstruktiver Gespräche sind die Tarifparteien in zentralen Fragen weit voneinander entfernt. Die Verhandlungen werden am Dienstag (14. Juli 2026) in Hamburg fortgesetzt.
Insbesondere bei der Entgelterhöhung und der zunehmenden Arbeitsverdichtung gibt es bislang keine Annäherung. In der zweiten Verhandlungsrunde hatte CinemaxX lediglich eine Erhöhung der Einstiegsvergütung auf zehn Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn angeboten. Darüber hinaus forderte das Unternehmen, dass Servicekräfte künftig zusätzlich die Reinigung von Sanitäranlagen übernehmen. ver.di lehnte dies mit Verweis auf den Reinigungsmindestlohn von 15 Euro pro Stunde ab. Die Gewerkschaft fordert stattdessen eine deutliche Anhebung der Löhne in der Kinobranche. Dabei orientiert sie sich an der europäischen Mindestlohnrichtlinie, nach der ein angemessenes Lohnniveau bei rund 15,50 Euro pro Stunde liegen sollte. Während mit den Kinoketten UCI und CineStar bereits Tarifabschlüsse mit Löhnen deutlich oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns erzielt wurden, bewertet ver.di das bisherige Angebot von CinemaxX als unzureichend.
„Die gesamte Kinobranche hat ein erfolgreiches Kinojahr 2025 hinter sich. Auch das erste Halbjahr 2026 ist mit erfolgreichen Filmstarts wie Der Teufel trägt Prada 2 und den Minions sehr gut verlaufen. Die Aussichten für die kommenden Monate sind ebenfalls vielversprechend. Auch CinemaxX entwickelt sich wirtschaftlich positiv. Es gibt daher keinen Grund, die Beschäftigten nicht angemessen an dieser Entwicklung zu beteiligen“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Andreas Michelbrink.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Jan Jurczyk, Leiter(in) Pressestelle, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Telefon: 030 6956-0
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