Pressemitteilung | (VENRO) Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V.
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Das Schweigen brechen / VENRO verstärkt Aktion gegen Kindesmissbrauch

(Bonn) - Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) hat anlässlich der Veröffentlichung eines Berichtes von „Save the Children“ über Kindesmissbrauch durch Hilfsorganisationen gefordert, die Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen zu verstärken. Der Verband erarbeitet zurzeit einen Verhaltenskodex für die Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen (NRO).

„Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Hilfskräfte ist oft noch ein Tabu. Wir müssen uns aber der Realität stellen, dass auch Helfer das in sie gesetzte Vertrauen missbrauchen. Frauen und Kinder in Flüchtlingslagern etwa sind besonders gefährdet“, sagte VENRO-Vorstandsmitglied Ralf Tepel.

Obwohl es keinen aktuellen Anlass gibt, sind VENRO-Mitgliedsorganisationen sich dieser Gefährdung schon lange bewusst. Einige Organisationen haben bereits mit strengen Verhaltensregeln für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mit Fortbildungsmaßnahmen darauf reagiert. Zudem werden auch die Partner in den Entwicklungsländern für das Thema sensibilisiert. Ein weiteres Anliegen des Verbandes ist es, dass Kinderschutz verstärkt auch als Qualitätsmerkmal der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit etabliert und implementiert wird.

Zurzeit erstellt VENRO mit Hilfe der Mitgliedsorganisationen einen Verhaltenskodex und formuliert Standards und professionelle Instrumente zum Kinderschutz. Basis für diese Arbeit bilden die Erfahrungen und Aktionen der einzelnen Mitglieder. Ende dieses Jahres soll der Kodex vorliegen.

Nach der neuen Studie „No One to Turn To“ ist der Missbrauch von Mädchen und Jungen durch UN-Friedenstruppen und humanitäre Helfer weit verbreitet. Für den Bericht wurden insgesamt 250 Kinder und 90 Erwachsene in Haiti, dem Südsudan und von der Elfenbeinküste befragt. Demnach kam es zu einer Reihe von Missbrauchsfällen, wie Sex für Nahrungsmittel, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Kinderprostitution und Kinderhandel.

Quelle und Kontaktadresse:
VENRO - Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nicht Regierungs Organisationen e.V. Pressestelle Kaiserstr. 201, 53113 Bonn Telefon: (0228) 9467714, Telefax: (0228) 9467799

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