Dauerfrost und eisige Kälte beeinflusst auch Landwirtschaft / Frost kann zu Schäden in Ställen und auf dem Acker führen
(Berlin) - Hoch Claus mit Dauerfrost und eisigen Temperaturen bereitet auch den Bauern zunehmend Sorgen. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte, sind die Bauern vor allem bei der Versorgung ihrer Tiere bei den anhaltend eisigen Temperaturen in Nord- und Ostdeutschland verstärkt gefordert. Denn Probleme bereiten vor allem Wassertränken und Fütterungsanlagen für die Tiere, die einfrieren können. Frost bis minus 15 Grad schadet hingegen Rindern in der Regel nicht, wenngleich sie sich bei Plustemperaturen wohler fühlen. Bei den niedrigen Temperaturen müssen die Ställe auf jeden Fall trocken und zugfrei für Rinder und Milchkühe sein. Schweine und Geflügel werden in der Regel in geschlossenen Stallgebäuden gehalten, die auf optimale Stalltemperaturen geheizt werden. Dadurch entstehen für die Tierhalter höhere Heizkosten.
Auch Frostschäden im Ackerbau sind möglich, der Großteil des Wintergetreides bzw. Winterrapses ist jedoch weitgehend an die Klima¬verhältnisse angepasst. Doch kann es bei extremem Frost, eisigen Winden und Vereisungen zu Frostschäden an der Winterung kommen, besonders wenn die Pflanzen nicht von einer schützenden Schneedecke geschützt werden. Eine Neuaussaat im Frühjahr kann die Folge sein. Diese so genannten Auswinterungsschäden können endgültig erst nach Ende der Frostperiode festgestellt werden. Der Gemüseanbau ist in Deutschland zu dieser Zeit weitgehend im Gewächshaus. Auch hier steigen die Kosten für die Betriebe nach Aussage des DBV wegen erhöhtem Heizkostenbedarf. Die extremen Minusgrade können in einigen Lagen bei empfindlichen Sorten im Kern- und Steinobst zu Schäden führen. Auch bei Erdbeeren sind sortenweise, wie beispielsweise bei Elsanta, aufgrund der geringen Schneeauflage und den hohen Minusgraden Schäden zu befürchten. Durch die Kälte kann außerdem die Verfügbarkeit von Speisekartoffeln eingeschränkt werden. So sind bei den niedrigen Außentemperaturen nur wenige Erzeuger in der Lage, die Lagerhallen so weit aufzuwärmen, dass eine schonende Aufbereitung der Knollen möglich ist.
Die extrem frostigen Temperaturen sorgen andererseits dafür, dass bodenbürtige Schädlinge reduziert werden, erklärte der DBV. Ein positiver Effekt sei außerdem die Frostgare der brach liegenden Flächen, die für lockere Böden bei der Frühjahrsaussaat sorgt.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205
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