Pressemitteilung | Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer im Deutschen Beamtenbund (GDL)
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DB erfüllt GDL-Forderung nach Einstellung von Lokomotivführern

(Frankfurt am Main) - Die Personalpolitik der vergangenen Jahre und die steigenden Schienenverkehrsleistungen haben zu einem gravierenden Personalmangel bei der Deutschen Bahn geführt. Die Mehrzahl der 20 000 Lokomotivführer schiebt bereits Hunderte Überstunden vor sich her. Von daher begrüßt die GDL dieses Einstellungsvorhaben.“ Das erklärte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Günther Kinscher, heute (17. September 2007) in Frankfurt und weiter: „Wir haben bereits im Dezember 2006 eine Einstellungsoffensive gefordert. Endlich kommt die DB dieser nach.“ So plant die DB, 1 000 Lokomotivführer einzustellen oder auszubilden.“ Dieses zusätzliche Personal muss dazu verwendet werden, dass die Lokführerschichten nicht ständig umdisponiert werden. „Die Kollegen wissen oft am Vortag noch nicht, wann sie am nächsten Tag Dienstbeginn und Feierabend haben“, so Kinscher.

Die GDL kritisiert jedoch die Anforderungskriterien und die Dauer der Lokführerausbildung:

1. Es reicht nicht, wenn sich ein Bewerber für den Lokführerberuf nur für Technik interessiert. Die GDL hat in dem von ihr geforderten Qualifizierungstarifvertrag normiert, dass Lokomotivführer eine gewerblich-technische Ausbildung abgeschlossen haben müssen, bevor sie zum Lokomotivführer weiterqualifiziert werden.

2. Die GDL fordert ferner einen Realschulabschluss als Mindestbedingung. Ein Hauptschulabschluss reicht nach Auffassung der GDL für die komplexen Aufgaben, die ein Lokführer erfüllen muss, nicht aus.

3. Das Qualifizierungsverfahren muss mindestens neun Monate dauern. Die von der Bahn erwähnten sechs Monate genügen nicht. Die Regelausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst (Fachrichtung Lokomotivführer/Transport) dauert schließlich drei Jahre.

„Lokomotivführer tragen eine große Verantwortung für Mensch und Material. Da ist eine hohe Qualifikation unerlässlich“, so der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende. Die GDL hat der Bahn dazu bereits 2005 ihre Forderungen in einem Qualifizierungstarifvertrag übergeben. Die Bahn hat der GDL in der laufenden Tarifrunde nun endlich angeboten, diesen Tarifvertragsentwurf mit ihr zu verhandeln und abzuschließen. Dieser Qualifizierungstarifvertrag soll nach Auffassung der GDL im Gesamtpaket mit dem eigenständigen Tarifvertrag abgeschlossen werden.

„Die DB sollte sich über eines im Klaren sein: Nur wenn Lokomotivführer eine hohe Qualifikation aufweisen und entsprechend ihrer Leistung und Verantwortung bezahlt werden, wird sie in der Nachwuchsgewinnung auch erfolgreich sein.“ Damit unterstrich Kinscher die Tarifforderung der GDL nach einem Einstiegsgehalt von 2 500 Euro monatlich.

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer im Deutschen Beamtenbund (GDL) Gerda Seibert, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Baumweg 45, 60316 Frankfurt am Main Telefon: (069) 405709-0, Telefax: (069) 405709-40

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