Pressemitteilung | dbb beamtenbund und tarifunion - Bundesleitung
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dbb: Bundesregierung soll auf Kürzung beim Weihnachtsgeld für Bundesbeamte verzichten

(Berlin) - Der dbb beamtenbund und tarifunion hat die große Koalition zu einem Verzicht auf Kürzungen des Weihnachtsgeldes für Bundesbeamte aufgerufen.
Der stellvertretende dbb Chef Dieter Ondracek verwies am 7. Dezember 2006 in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters auf zusätzlichen Spielraum in den Kassen von Finanzminister Peer Steinbrück. Angesichts der sprudelnden Steuerquellen sei es nur redlich, wenn die gestrichenen Sonderzahlungen für die Zukunft wieder gewährt würden.

Derzeit werde bei den Beamten deformiert, einkassiert und Zukunft verbaut, sagte Ondracek. Union und SPD hätten den Bundesbeamten durch die Erhöhung der Arbeitszeit und Halbierung des Weihnachtsgeldes Kürzungen im Umfang von einer Milliarde Euro abverlangt. „Damit werden sie in einem Maß zur Konsolidierung der öffentlichen Kassen herangezogen, das keine andere Berufsgruppe in den vergangenen Jahren hat hinnehmen müssen“, sagte Ondracek.

Die rund 1,1 Millionen Betroffenen haben die Kürzungen mit der Auszahlung ihres Dezembergehalts vor wenigen Tagen erstmals schwarz auf weiß auf ihren Kontoauszügen feststellen können. Nach Ondraceks Worten ist ihnen die Festtagsstimmung dadurch verhagelt worden. „Die Kolleginnen und Kollegen sind sauer, empört und wütend“, sagte er. Die Regelung soll nach dem Willen der Bundesregierung noch bis zum Jahr 2010 anhalten.

Die Kürzungen gelten für 182.000 Bundesbeamte, 500 Richter, 190.000 Soldaten und 710.000 Versorgungsempfänger, zumeist pensionierte Post- oder Bahnbeamte. Die Weihnachtsgeld genannte Sonderzahlung wird halbiert. Für niedrigere Einkommensgruppen fällt die Kürzung geringer aus.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb) Dr. Frank Zitka, Pressesprecher Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399

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