DBB Chef: Öffentlicher Dienst muss jungen Menschen mit EU-Erfahrung Perspektiven bieten / Umsetzung der EU- Dienstleistungsrichtlinie vorbereiten
(Berlin) - Der öffentliche Dienst muss als Arbeitgeber jungen Menschen ernst zu nehmende Perspektiven bieten, die gute Fremdsprachenkenntnisse und Bildungs- oder Praktikumserfahrungen in Ländern der Europäischen Union vorzuweisen haben. Das fordert dbb Chef Peter Heesen. Die Zeiten, in denen die Arbeitgeber in Bund, Ländern und Gemeinden ungestraft glauben durften, bei ihren Beschäftigten auf gutes Fremdsprachenwissen verzichten zu können, sind jetzt endgültig vorbei, sagte Heesen auf dem fünften Europäischen Abend von dbb und Europa-Union Deutschland am 2. April 2008 in Berlin. Die Veranstaltung, zu der auch zahlreiche junge Teilnehmer aus Berliner Schulen und Universitäten ins dbb forum berlin gekommen waren, stand unter dem Motto Raus von Zuhaus' - Chancen für junge Menschen in Europa.
Doch obwohl längst bekannt sei, welche enormen Herausforderungen spätestens Ende 2009, wenn die EU-Dienstleistungsrichtlinie sich mit Leben erfüllt, auf die Beschäftigten zukommen, verharrten die öffentlichen Arbeitgeber in Untätigkeit, kritisierte der dbb Bundesvorsitzende, der auch Präsident der Akademie Europa der europäischen dbb Dachgewerkschaft CESI ist.
Dabei kann sich jeder vorstellen, was passiert, wenn der erste Klempner aus Polen, der Tischler aus Portugal oder der Friseur aus Tschechien seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt zu uns nach Deutschland verlagert.
Dann stehen ihm Auskünfte und Leistungen seitens der deutschen Ämter und Behörden von Rechts wegen zu. Und dann wird er seine Fragen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf Deutsch stellen, sondern in seiner Muttersprache - und die sollte dann hier zu Lande auch verstanden werden, so Heesen weiter. Noch bleibe Zeit, den öffentlichen Dienst in Deutschland besser aufzustellen für das weitere Zusammenwachsen Europas. Doch fehlten hierzu die notwendigen Impulse aus der Politik, so Heesens Kritik:
Der öffentliche Dienst kann sich diese Hinwendung zu mehr Europa nicht selbst verordnen. Die Politik muss handeln und - angesichts der ungünstigen Altersstruktur, die diesen Bereich infolge jahrelanger Einstellungstopps zunehmend lähmt - auch Ideen entwickeln, wie der öffentliche Dienst im Wettbewerb um junge, gut ausgebildete und europaorientierte Nachwuchskräfte erfolgreich punkten kann.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399
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