Pressemitteilung | dbb beamtenbund und tarifunion - Bundesleitung
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dbb hält Fortschritte bei Tarifverhandlungen für möglich / Stöhr: Arbeitgeber sollen Angebot verdoppeln

(Berlin) - Die stockenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst könnten nach Einschätzung des dbb beamtenbund und tarifunion bei einem neuen Angebot der Arbeitgeber rasch in Bewegung geraten. „Natürlich können wir in Potsdam ein großes Stück vorankommen. Die Arbeitgeber müssen sich endlich bewegen“, sagte der Verhandlungsführer der dbb tarifunion, Frank Stöhr, am Mittwoch (5. März 2008) der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

Wenn Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sein Angebot verdopple „und uns für 2008 fünf Prozent statt 2,5 anbieten würde, käme sicher schnell Bewegung in die Verhandlungen“.

Nach vorausgegangenen vier erfolglosen Einigungsbemühungen kommen Arbeitgeber und Gewerkschaften am Donnerstag (6. März 2008) in Potsdam zur vorerst letzten der vereinbarten fünf Verhandlungsrunden zusammen. dbb und ver.di fordern für die 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr Gehalt. Die von den Arbeitgebern vorgeschlagenen fünf Prozent für zwei Jahre bei gleichzeitiger Verlängerung der Arbeitszeit wiesen die Gewerkschaften als Minusangebot zurück. „Die 2,5 Prozent sind einfach kein seriöser Ansatz, wenn die Arbeitgeber in anderen Branchen - etwa bei Metall oder Bahn - in letzter Zeit ohne mit der Wimper zu zucken das Doppelte anbieten“, sagte Stöhr.

Auf einer zentralen Protestkundgebung von 8.000 Warnstreikenden in Düsseldorf bekräftigte Stöhr gestern (5. März 2008) Mittag die eindeutige Erwartungshaltung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Stöhr: „Egal ob Angestellte oder Beamte, die Kolleginnen und Kollegen haben genug von Nullrunden und Arbeitsverdichtung. Jetzt sind wir dran, jetzt muss in unsere Lohntüten ein Nachschlag, der nicht nur die Inflation ausgleicht, sondern als echtes Plus zu Buche schlägt.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb) Dr. Frank Zitka, Pressesprecher Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399

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