dbb kritisiert Abwerbepraxis im Beamtenbereich / Stöhr: Abwerbung geht zu Lasten der Gesellschaft!
(Berlin) - Der zweite Vorsitzende des dbb Frank Stöhr hat in einem Interview mit RBB Inforadio am 22. August 2008 die Abwerbeversuche einiger Bundesländer im Beamtenbereich als problematisch bezeichnet. Anlass zur Kritik gaben unter anderem die Vorstöße der Berliner Polizei und des Hessischen Kultusministeriums, die zuletzt mit besseren Stellenangeboten um Beamte aus anderen Bundesländern geworben hatten.
Mobilität im öffentlichen Dienst ist aus Sicht der einzelnen Beamten als durchaus positiv zu sehen, sagte Stöhr. Jedoch warnte er vor einem massiven Personalwettbewerb zwischen den Bundesländern. Die Bürger haben überall in Deutschland Anspruch auf einen leistungsstarken und qualifizierten öffentlichen Dienst. Es darf nicht sein, dass sich wirtschaftlich stärkere Länder auf Kosten schwächerer Länder einen Vorsprung in Bildung und Sicherheit verschaffen.
Es sei durchaus verständlich, wenn einzelne Beamte dorthin wechselten, wo ihnen bessere Berufschancen geboten würden, sagte Stöhr. Aus gesellschaftlicher Sicht ist es jedoch höchst problematisch, wenn sich der föderale Wettbewerb um Personal weiter zuspitzt. Insbesondere, wenn es sich um sensible Bereiche wie Bildung und innere Sicherheit handele. Stöhr: Deshalb setzen wir uns weiterhin für gleichwertige Arbeits- und Einkommensbedingungen in allen Bundesländern ein, damit der öffentliche Dienst überall in Deutschland attraktiv bleibt.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399
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