dbb: Öffentlicher Dienst braucht gezielt Nachwuchgewinnung
(Berlin) - Angesichts des demographischen Wandels braucht der öffentliche Dienst nach Auffassung des dbb tragfähige Konzepte für die künftige Nachwuchsgewinnung. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Dieter Ondracek sagte auf dem Demographie-Kongress am 24. August 2006 im dbb forum berlin, die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte sei kein Selbstzweck, denn ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst gehört zu den elementaren Voraussetzungen für einen funktionierenden Rechts- und Sozialstaat.
Der dbb Vize verwies darauf, dass ab 2010 mit einem deutlichen Rückgang an Arbeitskräften zu rechnen sei. Ab 2020 werde jeder dritte Erwerbstätige über 50 Jahre alt sein. Zur gleichen Zeit schlage die anstehende Pensionierungswelle im öffentlichen Dienst voll durch. Wir müssen davon ausgehen, dass in naher Zukunft - wenn nicht gegengesteuert wird - mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den öffentlichen Dienst verlassen werden als neue hinzukommen, sagte Ondracek. Zunächst müssten deshalb die pauschalen Stellenkürzungen umgehend gestoppt werden. Gerade im Beamtenbereich sei zudem dringend eine Reform der Beschäftigungsbedingungen - vor allem bei Bezahlung und Laufbahnrecht - erforderlich.
Mit Blick auf den von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble angekündigten Entwurf einer Dienstrechtsreform im Bund verwies Ondracek auf das von dbb und ver.di mit Schäubles Amtsvorgänger Otto Schily vereinbarte Eckpunktepapier, das unter anderem eine Leistungsbezahlung vorsah. Dieser Prozess sollte als Modell für heutige Reformvorhaben dienen, sagte Ondracek, ein Prozess des Miteinanders, des Austausches auf Augenhöhe. Ein mit Ängsten und Vorurteilen behaftetes Thema wie die Leistungsbezahlung könne nicht per Dekret verordnet werden.
Die Gewerkschaften haben zu den wichtigen Punkten - Reform der Bezahlung, Verbesserung der Karrieremöglichkeiten, flexible Arbeitszeitmodelle - Konzepte in der Tasche. Die Politik sei eingeladen, sich diese zunutze zu machen. Unsere Bereitschaft ist da, sagte Ondracek. Wir wollen und können nachhaltige Personalpolitik mitgestalten.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399
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