DBB Tarifunion warnt vor Gerechtigkeitslücke bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen des übrigen Krankenhauspersonals / Stöhr: Spaltung in den Krankenhäusern verhindern
(Berlin) - Eine enorme Beeinträchtigung des betrieblichen Klimas in den Krankenhäusern befürchtet die dbb tarifunion als Folge der Tarifverhandlungen, die die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die Mediziner an kommunalen Krankenhäusern aufgenommen haben.
In einem Schreiben an VKA-Präsident Thomas Böhle stellte der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion Frank Stöhr fest: Zum 1. Oktober 2005 ist nach langen Verhandlungen der TVöD für Bund und Kommunen in Kraft gesetzt worden. Er gilt für alle Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Für die Ärzte im kommunalen Bereich wurden spezifische Regelungen verabredet, die den Arbeitsbelastungen und auch einer gerechten Bezahlung entsprechen.
Insofern stellt der TVöD auch einen Interessenausgleich zwischen allen Beschäftigtengruppen, also Ärzten, Pflegepersonal, Servicebereichen und medizinisch-technischen Diensten dar. Sollte sich der Marburger Bund mit seinen materiellen Forderungen durchsetzen, würde das zu einer Gerechtigkeitslücke bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen des übrigen Krankenhauspersonals führen.
Um diese Lücke zu schließen, fordern wir parallel zu den Verhandlungen mit dem Marburger Bund die Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Vereinbarung eines Tarifvertrages über eine Fahrtkostenausgleichspauschale in Höhe von monatlich 150 Euro für die kommunalen Krankenhäuser, heißt es in dem Schreiben weiter. Als Verhandlungsbeginn schlägt Stöhr einen Termin noch im Juni vor.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399
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