Pressemitteilung | dbb beamtenbund und tarifunion - Bundesleitung
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dbb unterstützt Aktion "Gewalt gegen Frauen - nicht bei uns"

(Berlin) - Der dbb unterstützt die bundesweite Aktion "Gewalt gegen Frauen - nicht bei uns", zu der der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Kampfsportverbände und -vereine aufgerufen haben. Anlässlich des "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" am 25. November 2009 sollen Frauen und Mädchen entdecken, wie Kampfsport ihr Selbstvertrauen stärkt, wie sie sich zur Wehr setzen und Übergriffe zurückweisen können, hieß es dazu auf einer Pressekonferenz am 23. November 2009 in Berlin.

Die stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Kirsten Lühmann dankte den Sportvereinen und beglückwünschte sie zu ihrem Engagement. "Sport", so sagte Lühmann, "stellt eine sichere und einfache Methode dar, das Selbstwertgefühl zu stärken und Gegenwehr zu trainieren." Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass eine Studie der Polizeidirektion Hannover zum Gegenwehrverhalten von Opfern sexueller Gewalt und ihren Folgen ergeben habe, dass schon leichte Gegenwehr in 64 Prozent der untersuchten Fälle zum Erfolg geführt und den Angreifer in die Flucht geschlagen habe. "In einigen Polizeidienststellen werden daher niedrigschwellige Angebote für Mädchen und Frauen gemacht: Trainingskurse, bei denen in Theorie und Praxis über Gewalt gegen Frauen, ihre Abwehr und Präventionsstrategien gesprochen wird", berichtete Lühmann. Meist fänden diese Kurse in Zusammenarbeit mit örtlichen Sportvereinen statt.

"Leider ist das Thema Gewalt gegen Frauen auch eines, das uns als dbb bundesfrauenvertretung immer wieder beschäftigt", sagte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Helene Wildfeuer. "Denn Polizistinnen und Polizisten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltungen und Schulen sehen sich in ihrer täglichen Arbeit des Öfteren Menschen gegenüber, die Opfer von gewalttätigen Übergriffen geworden sind. Diese Kolleginnen und Kollegen brauchen unsere Unterstützung. Deshalb fordern wir seit langem, das Thema Gewaltprävention und -bekämpfung nicht nur verstärkt in die Aus- und Fortbildung zu integrieren, sondern auch die Angebote in diesem Bereich weiter auszubauen."

Quelle und Kontaktadresse:
DBB beamtenbund und tarifunion (dbb) Dr. Frank Zitka, Pressesprecher Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin Telefon: (030) 40815501, Telefax: (030) 40815599

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