Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)

DBV: BSE-Krise mit konsequenten Maßnahmen überwunden / Der erste BSE-Fall in Deutschland vor fünf Jahren

(Berlin) - Als vor fünf Jahren – am 24. November 2000 - der erste BSE-Fall in Deutschland auftrat, wurde sofort ein umfangreiches Bündel von Maßnahmen zur Stärkung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und zur Ausmerzung der Tiererkrankung ergriffen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat alle Maßnahmen der EU und von Bund und Ländern aktiv unterstützt und zusätzlich mit der gesamten Lebensmittelkette ein wirtschaftseigenes Qualitäts- und Sicherungssystem QS aufgebaut. Damit konnte das Vertrauen der Verbraucher in heimisches Rindfleisch wieder zurück gewonnen und der Konsum stabilisiert werden. Die konsequent durchgeführten BSE-Tests haben rasch aufgezeigt, dass die deutschen Rinderherden nicht in dem anfangs von der Öffentlichkeit befürchteten Ausmaß von der BSE-Krankheit betroffen waren. Insgesamt wurden in den fünf Jahren bis Ende November 2005 über 12 Millionen BSE-Tests in Deutschland durchgeführt, wobei es in 0,003 Prozent positive Befunde (386 Rinder) gab. Bitter ist allerdings, so die Kritik des DBV, dass ein Großteil der Milliarden schweren Kosten für die umfassenden Verbraucherschutzmaßnahmen von den Bauern getragen werden mussten.

In Deutschland wurden teilweise schärfere Maßnahmen als in anderen EU-Ländern beschlossen, zum Beispiel der verpflichtende BSE-Test, der in Deutschland für Schlachttiere ab 24 Monaten gilt, in der EU erst ab einem Alter von 30 Monaten. Der DBV fordert nach wie vor EU-weit einheitliche Maßnahmen. Auch ist es nicht nachvollziehbar, wenn nicht auf BSE getestete Rindfleisch-Importe auf dem europäischen oder deutschen Markt angeboten werden dürfen. Für den DBV sind weiterhin alle Verbraucherschutz- und Bekämpfungsmaßnahmen unter konsequenter Berücksichtigung des Erkenntnisstandes der Wissenschaft wichtig. Mit der Konzentration der Forschungen über die Ursachen und Verbreitung der BSE-Erkrankung auf der Insel Riems wurden dafür wichtige Voraussetzungen geschaffen. Die am Freitag dieser Woche (25.11.2005) im Bundesrat anstehende Lockerung der Kohortentötung ist nach Ansicht des DBV ein Beispiel für den fortlaufenden wissenschaftlichen Kenntnisgewinn und kommt der langjährigen Forderung des Bauernverbandes entgegen. Selbst wird der DBV am 5. Dezember 2005 mit einer Fachtagung mit Vertretern von Wissenschaft, Administration und Fleischwirtschaft das ergriffene Maßnahmenbündel vor dem Hintergrund des neuesten Erkenntnisstandes zu BSE diskutieren, um die Bekämpfungsmaßnahmen anzupassen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

(sk)

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