DBV kritisiert Milchvorschläge / Folgart: Begleitmaßnahmen Milch müssen gesondert finanziert werden
(Berlin) - Die jüngsten Vorschläge von EU-Kommissarin Mariann Fischer Boel zum Milchmarkt im Rahmen des Health Check hat der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert. Die vorgelegten Kommissionsvorschläge sind für den DBV nicht akzeptabel. Wer wie die EU-Kommission Begleitmaßnahmen für den Milchbereich als notwendig erachtet, muss auch deren Finanzierung sichern, erklärte der DBV-Milchpräsident Udo Folgart. Es sei nicht hinnehmbar, dass die EU-Kommission selbst von einem hohen wirtschaftlichen Druck auf die Milcherzeuger in der Übergangsphase zum Auslaufen der Milchquote ausgehe, sich dann aber einer verantwortlichen Politik für den wichtigsten Bereich der europäischen Landwirtschaft verweigere. Die von der EU-Kommission als Gegenfinanzierung der Begleitmaßnahmen vorgeschlagenen Kürzungen und Umschichtungen im EU-Agrarhaushalt seien absurd, da man denjenigen, denen man helfen möchte, zuerst die entsprechenden Mittel wegnehme.
Angesichts einer Unterlieferung der europäischen Quoten um mehr als 2 Millionen Tonnen macht eine Aufstockung der Milchquoten um insgesamt 5 Prozent in den nächsten fünf Jahren keinen Sinn, erklärte Folgart.
Veränderungen der europäischen Saldierungsmöglichkeiten, wie vom Bauernverband vorgeschlagen, seien dagegen auch bei den derzeitigen Marktentwicklungen hilfreicher.
Der DBV erwartet von Bundesminister Horst Seehofer, der sich bisher immer engagiert für eine Unterstützung der Milcherzeuger durch einen speziellen Milchfonds ausgesprochen hat, in den anstehenden Beratungen im EU-Agrarrat die notwendigen Veränderungen im Sinne der deutschen Milcherzeuger herbeizuführen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
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