Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
Anzeige

DBV sieht weltweit attraktive Märkte für die Landwirtschaft / Sonnleitner: Landwirtschaft als Partner der Ernährungsindustrie

(Berlin) - Attraktive Märkte mit ausreichenden Preisen seien für die Landwirte die Voraussetzung für ein ausreichendes Einkommen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit. „Daher stimmt es optimistisch, dass die Zeiten ständig rückläufiger Nahrungsmittelpreise auf absehbare Zeit vorbei sind“, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf dem Rohstoffkongress der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie am 31. Oktober 2007 in Berlin. Aussagen, dass Nahrungsmittel nicht mehr erschwinglich bleiben, hält Sonnleitner für absurd. Lebensmittel seien nicht nur im langfristigen Trend billig, der Geldbeutel der Verbraucher werde auch im Vorjahresvergleich weit weniger belastet als vielfach behauptet. Auch stünden dem Preisanstieg bei Getreide, Milch und Milchprodukten oder Eiern Preissenkungen an anderer Stelle gegenüber. „So zeigen sich die Preise für Fleisch- und Wurstwaren im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert, Gemüse und Kartoffeln sind sogar deutlich günstiger zu haben“, zeigte Sonnleitner die Kehrseite der Entwicklung auf.

Derzeit laufe die Weltwirtschaft stabil auf Hochtouren - mit besonders hohen Wachstumsraten in den asiatischen Ländern. „Wir erleben dort eine Industrialisierung und gleichzeitig eine Entwicklung der Dienstleistungen in nicht gekanntem Ausmaß und mit entsprechenden Folgen für unsere globalisierte Welt“, sagte der DBV-Präsident. Von dieser globalen industriellen Konjunktur profitierten neben der Exportwirtschaft auch diejenigen, „die an der Quelle der Rohstoffe sitzen“, so Sonnleitner. Hier sei die Landwirtschaft der faire Partner der Ernährungswirtschaft. Längerfristig angelegte Partnerschaften seien unabdingbar und mit Vorteilen für alle Beteiligten verbunden. „Gerade weil wir uns auf globalisierten Märkten bewegen, brauchen wir die Stärkung des heimischen Agrarstandortes mit verlässlichen Beziehungen in der gesamten Kette“, sagte Sonnleitner.

Die Bioenergie sei im Zusammenhang mit der derzeitigen Preisentwicklung bei Lebensmitteln derzeit nicht der entscheidende Faktor. „Der aktuelle Nachfrageschub nach Agrargütern geht vorrangig vom Weltmarkt für Nahrungsmittel aus“, stellte Sonnleitner fest. Dieser werde vor allem von der weltweiten Nachfrage nach veredelten Produkten, also nach Milch, Fleisch und Eiern angetrieben. Dagegen sei die Bioenergiebranche derzeit faktisch ein großer Verlierer steigender Agrarpreise. Viele Biogasanlagen würden bei den derzeitigen Rohstoffpreisen sogar rote Zahlen schreiben. Es werde also deutlich, dass sich die Landwirtschaft bei angemessenen Preisen für Agrargüter auf die Nahrungsmittelproduktion konzentriere und nicht von ihr abwende. „Die Nahrungsmittelproduktion ist und bleibt unser Hauptgeschäft“, sagte Sonnleitner. Auch die Politik trage ihren Teil zur Entlastung des Marktes bei. Durch die Aussetzung der Flächenstilllegung würden 2008 europaweit zwischen 1,6 und 2,9 Millionen Hektar Ackerland wieder in die Bewirtschaftung genommen. Die Flächenstilllegung sei also nicht mehr zeitgemäß.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige