Den Worten müssen endlich Taten folgen / BLLV-Präsident Klaus Wenzel fordert Politik dazu auf, Hauptschulreform umzusetzen / Offene Finanzierungsfragen müssen schnell beantwortet werden
(München) - Die Politik muss endlich handeln, mit diesen Worten hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, die heutige (14. Juni 2007) Debatte des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag zur Hauptschulreform kommentiert. Die Taten, die den vielversprechenden Worten längst hätten folgen müssen, lassen aber immer noch auf sich warten. Es gibt eine Fülle guter Ideen und Ansätze, doch mit Ankündigungen allein ist Schülern und Lehrern nicht geholfen. Nach wie vor ist die Frage der Finanzierung offen. Solange sie nicht geklärt ist, sind die Ankündigungen nicht viel wert, stellte Wenzel fest. Er forderte die Staatsregierung auf, offene Finanzierungsfragen rasch zu klären.
Inzwischen bestreitet niemand mehr, dass für die bayerischen Hauptschulen schnell und effizient etwas getan werden muss. Konzepte liegen vor - jetzt muss es doch endlich auch um die Umsetzung gehen, forderte Wenzel. Wenn nicht bald gehandelt wird, stehen nicht nur die Glaubwürdigkeit der Politik, sondern auch tausende Existenzen junger Menschen auf dem Spiel, denen die Hauptschule in ihrer derzeitigen Form keine berufliche Perspektive mehr eröffnen kann. Gesellschaftspolitisch ist dies ein Desaster.
Unstrittig ist inzwischen auch, dass der Ausbau der Ganztagsschulen an allen Schularten ebenso schnell wie effizient vorangetrieben werden muss. Der BLLV plädiert für die rhythmisierte Ganztagsschule, in der sich der Pflichtunterricht der Schüler nicht auf den Vormittag konzentriert, sondern sich gleichmäßig über den gesamten Schultag verteilt. Unterrichtsfächer, Übungs- und Vertiefungseinheiten sowie Phasen der Entspannung wechseln sich ab. Der starre 45-Minuten-Takt wird aufgelöst. Besonderen Wert legt der BLLV auf ganzheitliches Lernen, im Mittelpunkt muss die individuelle Förderung aller Schüler stehen. Bei steigender Nachfrage von Eltern und Schülern muss das Angebot entsprechend ausgeweitet werden. Ganztagsangebote, in denen die Schüler lediglich betreut und beschäftigt werden, sind nach Ansicht des BLLV pädagogisch nicht empfehlenswert. Die Gefahr ist groß, dass sie zu Sparmodellen verkommen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV)
Andrea Schwarz, Pressereferentin
Bavariaring 37, 80336 München
Telefon: (089) 72100129, Telefax: (089) 72100155
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