"Der bvse leistet hervorragende Arbeit" / Wie sich der bvse vom familiären Verein zum professionellen Verband mauserte
(Bonn) - Das 60. Jubiläum des bvse war Grund genug für eine interessante Rückschau im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung. Die Ehrenpräsidenten Dr. Alfred Voßschulte und Heinz de Fries gewährten dabei interessante Einblicke in die Verbandsarbeit der vergangenen Jahrzehnte.
Immerhin 16 Jahre lang war Dr. Alfred Voßschulte Präsident. Von 1970 bis 1986 führte er den Verband an. "Die Verbandsversammlungen waren damals Familientreffen", berichtete Voßschulte und weiter "das waren Freunde die sich trafen. Problematisch war aber das Verhältnis zur Papierindustrie, die im Gegensatz zu uns über einen streng strukturierten und gut organisierten Verband verfügte."
Auf die Frage von WDR-Moderator Michael Brocker, was er sich am Anfang seiner Präsidentschaft vorgenommen hatte, antwortete Voßschulte, dass er den Verband zu mehr Selbstständigkeit und zu mehr Selbstbewusstsein im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Papierindustrie entwickeln wollte. "Das erforderte harte Diskussionen mit der Industrie und man machte sich damit nicht nur Freunde. Das war aber wichtig, man musste Stellung beziehen. Wir haben außerdem damit begonnen dem Verband Profil zu geben indem wir interessante Veranstaltungen organisierten und auch Politiker eingeladen haben. Dadurch wuchsen unser Ansehen und unser Gewicht. Die Industrie merkte schließlich auch, dass sie einen verlässlichen und gefestigten Partner brauchte."
Ganz anderen Herausforderungen stellte sich sein Nachfolger im Präsidentenamt Heinz de Fries. Dieser hatte schon Führungserfahrung als Präsident des internationalen Verbandes B.I.R. sammeln können. Diese Erfahrung prägte ihn, da dieser Verband viele verschiedene Sparten hatte. Neben Papier auch Schrotte, Textil oder Glas. Heinz de Fries: "Das war hochinteressant für mich. Das habe ich auf den bvse übertragen, sonst wäre der kleine Verband von damals nicht mehr überlebensfähig gewesen."
Der bvse-Ehrenpräsident berichtete, dass diese Öffnung nicht immer leicht gewesen war. Es sei jedoch schnell gelungen, durch die qualitativ hochwertige Arbeit der Verbandsgeschäftsstelle, andere Fachsparten davon zu überzeugen, dass es besser ist zusammen zu arbeiten. "Wir haben sehr schnell ein hervorragendes Informations- und Schulungssystem aufgebaut, das in dieser Qualität bei keinem anderen Verband zu finden war", erläuterte de Fries das Erfolgsrezept des bvse, das bis heute Gültigkeit besitzt.
Dr. Alfred Voßschulte ergänzte dazu abschließend: "Der Verband leistet hervorragende Arbeit. Die Breite und Stärke, die der bvse heute darstellt, die hatten wir damals noch nicht."
Quelle und Kontaktadresse:
bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.
Jörg Lacher, Leiter, Politik und Kommunikation
Hohe Str. 73, 53119 Bonn
Telefon: (0228) 988490, Telefax: (0228) 9884999
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