Pressemitteilung | Deutscher Naturschutzring (DNR) - Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände e.V.

Der deutsche Wald steht unter Stress / Naturschützer legen bundesweite Waldschadenserhebung vor

(Bonn) - Der deutsche Wald steht offensichtlich unter Stress: „Luftschadstoffe wie Stickoxide und Ozon auf der einen Seite und Trockenheit und Hitze auf der anderen setzen unseren Wäldern erheblich zu“, sagte DNR-Präsident Hubert Weinzierl.

Kurz vor der offiziellen Vorstellung der Waldschadensstatistik durch die Bundesregierung legte am 10. Dezember in Berlin der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Daten für das Jahr 2003 vor. Der Anteil gesunder Wälder geht von 39 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 35 Prozent deutlich zurück. Die Flächen mit deutlichen Schäden nehmen von 19 Prozent im Jahre 2002 auf 21 Prozent zu.

„Im nächsten Jahr dürften sich die Dürre und Hitze des Spätsommers bei der Schadenserhebung noch deutlicher bemerkbar machen, da die Datenerhebung erfolgte, als die Böden gerade noch ausreichend mit Wasser versorgt waren“, betonte Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär. Insbesondere besteht die Gefahr größerer Borkenkäferschäden in den geschwächten Fichtenbeständen.

Stickstoffemissionen aus dem nach wie vor wachsenden Verkehr und durch Dünger und Gülle aus der Landwirtschaft setzen den Waldböden und der Artenvielfalt massiv zu. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Säuregehalt in den Waldböden verhundertfacht. Die Feinwurzeln der Bäume sterben ab. Der Wald kann keine Schadstoffe mehr aus dem Wasser herausfiltern. Giftige Stoffe wie Aluminium, Mangan und Nitrat gelangen ins Grundwasser und beeinträchtigen unser Grundwasser.

Der DNR forderte die Bundesregierung auf, den Auto-, Lkw- und Flugverkehr entschieden einzudämmen und auf Verkehrsvermeidung und auf den öffentlichen Verkehr zu setzen.

Die Einzelheiten der Waldschäden finden Sie auf der Website des Deutschen Naturschutzrings unter http://www.dnr.de

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Naturschutzring Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände e.V. (DNR) Am Michaelshof 8-10, 53177 Bonn Telefon: 0228/359005, Telefax: 0228/359096

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