Pressemitteilung | Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv)
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Der ländliche Raum hat Zukunft, Rechtsextremisten nicht! / LandFrauen setzen aus der Mitte der Gesellschaft heraus Zeichen gegen rechts

(Berlin) - „Wir LandFrauen mischen uns ein, wenn es um Dorfentwicklung und den Erhalt gleichwertiger Lebensbedingungen geht. Es ist nur logisch und konsequent, dass wir unsere Stimmen genauso deutlich und bestimmt gegen rechtes Gesinnungsgut erheben“, so das Fazit der Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) Brigitte Scherb nach der Klausurtagung des Bundesvorstandes Ende August in Bautzen.

Dass die Rechten gerade im ländlichen Raum bürgerliches Terrain erobern konnten, mache sehr betroffen, wecke aber auch die Abwehrkräfte der Zivilgesellschaft. Nach einer gründlichen Auseinandersetzung mit dem Thema verfasste der dlv-Bundesvorstand deshalb eine Resolution mit Ansatzpunkten für Gegenstrategien und eine intensive Beschäftigung mit dem Thema in den LandFrauenvereinen des Verbandes.

Die dlv-Präsidentin betonte bei der Vorstellung der Resolution, wie sehr der ländliche Raum eine starke Zivilgesellschaft mit dauerhaften Netzwerken zur Hilfe, zur Prävention und zur Intervention braucht. Sie mahnte eine politische Kultur an, in der rechtsextremistische Einstellungen und Handlungen keinen Nährboden finden und auf Null-Akzeptanz stoßen. Dazu müsse demokratisches Miteinander sowie Verständnis und Toleranz für andere Einstellungen und Lebensweisen erlernt und gelebt werden.

In diesem Zusammenhang warnte Brigitte Scherb auch vor einer zunehmenden Entpolitisierung des gesellschaftlichen Systems. Immer häufiger entschieden allein wirtschaftliche Erwägungen über das Gemeinwohl. Im ländlichen Raum sei das u. a. am Rückzug stattlicher Daseinsvorsorge zu beobachten. Die Folge sei eine Entdemokratisierung, die rechtsextremen Ideologien Tür und Tor öffne. „Deshalb brauchen wir im ländlichen Raum eine Politik, die die Lebens- und Bleibeperspektiven im Blick hat und die Daseinsvorsorge ernst nimmt“. Sie verwies auf diesbezügliche Forderungen, die der Deutschen LandFrauenverband seit Langem erhebt und die angesichts der realen rechtsextremen Bedrohung aktuell bleiben.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Lilo Schön, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919

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